Da brennt nichts an

Einen blitzsauberen Blasmusikabend erlebten 200 Zuhörer am Samstagabend im Hausener Nikolausheim. Beim Jahreskonzert des Musikvereins Hausen ließ Dirigent Johannes Schuler nichts anbrennen.

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Das Blasorchester des Musikvereins Hausen zeigte im Nikolausheim seine ganze Klasse.  Foto: 

Baff war Musikvereinschef Stefan Seeger, als er den Konzertabend eröffnete und die Gäste in einem "rappelvollen" Nikolausheim willkommen hieß. Und in der Tat: Groß waren die Erwartungen an das Hausener Orchester, das in den vergangenen drei Jahren unter der Regie des Profimusikers Johannes Schuler eine mächtigen Satz nach vorn gemacht hat.

Schuler dirigiert auch die Mini-Gruppe, die das Programm eröffnete. Richtig schöne Töne wussten die Jüngsten des Vereins bereits zu erzeugen und ernteten dafür den verdienten Applaus des größten Auditoriums, vor dem sie in ihrem jungen Musikantenleben je gespielt haben.

Mit Simon Riehle hat der Musikverein Hausen einen weiteren exzellenten Fachmann an Bord, der als Jugenddirigent die Jugendgruppe des oberen Killertales bereits auf ein beachtliches Niveau geführt hat. Ob es nun das rosafarbene, drollige Katzentier aus der Zeichentrickserie "The Pink Panther" oder "Mary Poppins" aus der Walt-Disney-Produktion war, die fortgeschrittenen Jugendlichen machten deutlich, dass sie auch anspruchsvolle Stücke gut zu meistern verstehen. Ihre Zuhörer berührten die Jugendlichen auch bei "A spoonful of sugar", "Chim-Chim-Cheree", "Feed the birds" und dem Ohrwurm "Supercalifragilisticexpialidocius". Moderatorin Lorena Conzelmann stellte die einzelnen Stücke vor.

Als Cathrin Grieswald den Part des Blasorchesters anmoderierte, herrschte in der abgedunkelten Halle knisternde Spannung. Man wollte sich von Johannes Schuler und seinem Orchester überraschen lassen - und diese Überraschung gelang den Akteuren auf der ganzen Linie. Vor allem mit "Into the raging Raver", einem Stück des zeitgenössischen Komponisten Steven Reineke, zogen die Hausener Musiker ihr Auditorium in ihren Bann. Die Zähmung des wütenden Flusses wurde tonschön und klangmalerisch nuanciert herausgearbeitet.

Man spürte, wie penibel Johannes Schuler in den vergangenen Wochen die Detailarbeit mit den einzelnen Registern forciert hatte. Der Lohn war eine Interpretation, die die Zuhörer im Nikolausheim buchstäblich von den Stühlen riss.

Am Ende eines inspirierenden Konzertabends hatten sich alle Akteure ein besonderes Kompliment verdient. Eingebettet in die Veranstaltung waren Ehrungen für die mit gutem Erfolg bestandene D-1-Prüfung. Lorena Conzelmann, Pia Straub, Jana Lisa Pflumm, Max Renner nahmen Glückwünsche und ihre Urkunden von Stefan Seeger entgegen.

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