Beide Burladinger Pflegeheime sind voll belegt

Viel hat der Förderverein Seniorenzentrum bewegt und finanziert. Nur die Suche nach Ehrenamtlichen für die beiden Pflegeheime blieb erfolglos.

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Für vernetztes Handeln im Interesse der älteren Menschen in Burladingen setzt sich der Förderverein Seniorenzentrum ein (von rechts): Vorsitzender Friedemann Mutschler, Stellvertreter Erwin Fischl und Kassier Josef Musler. Foto: Vera Bender

In der Hauptversammlung des Fördervereins Seniorenzentrum Burladingen im Haus Fehlatal hatte Vorsitzender Friedemann Mutschler am Dienstagabend etliche positive Nachrichten zu vermelden. Vor zwei Dutzend Anwesenden blickte Mutschler aufs Geschäftsjahr 2012 und das laufende Jahr zurück.

Die Zusammenarbeit mit den Häusern St. Georg und Fehlatal laufe absolut hervorragend, stellte der Vorsitzende fest. Einige Veranstaltungen habe der Verein unterstützt, außerdem Ausflüge mit den Senioren organisiert und Kooperationen zwischen Schulen und Pflegeheimen initiiert. Bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden hat jüngst das Theaterstück zum Thema Demenz hinterlassen, zu dem viele Gruppierungen und Einrichtungen beigetragen haben. Für die Vernetzung hatte wiederum der Förderverein gesorgt.

Gerade solch eine Vernetzung wünscht sich Pfarrer Konrad Bueb auch künftig, wie er der Versammlung mit auf den Weg gab. Seine Vision teilte er auch gleich mit: einen Seniorentag in der neu erbauten Stadthalle für die gesamte Stadt. "Das könnte ein Erlebnis für alle sein", meinte Bueb.

Vollbelegung in beiden Pflegeheimen meldeten die beiden Leiterinnen. Erst im Oktober vergangenen Jahres war das Haus Fehlatal der Benevit mit insgesamt 56 Plätzen eröffnet worden. Heute gibt es hier, so Hausleiterin Nicola Ipsen, genauso wie im Haus St. Georg der St.-Anna-Hilfe keinen freien Platz mehr. Im Herbst 1999 hatte man das erste Seniorenheim in Burladingen, dank finanzieller Unterstützung des Fördervereins, eröffnet, und heute sind alle 40 Pflegeplätze belegt.

Pflegebedürftigen Bürgern der Stadt einen Lebensabend in gewohnter Umgebung bieten zu können, war laut Mutschler das erklärte Ziel des Fördervereins. Dieses habe man erreicht. Und die Lebensqualität der Senioren werde auch durch die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Heimen und zwei Konzepten weiter gesteigert. "Wir möchten unsere sieben Ehrenamtlichen nicht missen", beteuerte Nicola Ipsen vom Haus Fehlatal. Und ihre Kollegin vom Haus St. Georg, Margot Buck, fügte hinzu: "Man hat nie zu viel." Ob Singstunden oder Strickrunden, Spaziergänge oder Basteleien, Vorlesen oder Reden - für alles ist man in den beiden Häusern dankbar.

Und nicht nur dort. Auch Jakob Nadler versicherte für die Sozialstation St. Franziskus, man suche immer nach Ehrenamtlichen für die Seniorenstube, in der auch demente Menschen zweimal in der Woche willkommen sind. Die Seniorenstube selbst sei finanziell zwar immer noch ein Verlustgeschäft, biete aber ein wertvolles Angebot in der Altenarbeit. Friedemann Mutschler sicherte eine erneute Spende an die Seniorenstube in den nächsten Wochen zu. Schließlich vermeldete Kassier Josef Musler einen aktuellen Guthabenstand von mehr als 43000 Euro - die 19000 Euro aus einer Erbschaft bereits inbegriffen.

Im kommenden Jahr soll wieder das Thema Demenz mit einem Fachvortrag aufgegriffen werden - wiederum vernetzt. Und endlich sollen auch die Grillstelle beim Haus St. Georg sowie der Holzbackofen fürs Haus Fehlatal in Betrieb genommen werden können, die der Förderverein finanziert hat. Auch die Mitgliedergewinnung will man 2014 angehen, so dass die aktuell 273 Mitglieder vielleicht wieder auf 500 anwachsen, wie es einst der Fall war.

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