Bei Unfällen helfen - das ist kein Hexenwerk

26 Mädchen und Buben haben erfolgreich einen Rot-Kreuz-Kurs absolviert. Die wichtigste Erkenntnis der Kinder lautete jedoch: Helfen kann jeder!

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Nur nicht weglaufen, wenns blutet - das lernten die Vorschüler dieser Tage.

An zwei Nachmittagen, jeweils 2,5 Stunden lang, vermittelte Berthold Dietrich vom DRK den Vorschülern im Städtischen Kindergarten Jahnstraße, publikumsgerecht Kenntnisse über Erste Hilfe.

Nachdem alle Kinder ihren Namen auf ein Hansaplast geschrieben und an sich festgeklebt hatten, wurde der Verbandskasten des Rot-Kreuz-Mannes aufgeklappt und ebenso anschaulich wie "anfassbar" erklärt, was sich darin befindet und wie es angewandt wird. Zugleich wurde der Inhalt des kleinen Schülerverbandstäschchen untersucht. (Am darauffolgenden Tag erhielten die Vorschüler des Kindergartens allesamt ein solches Täschchen überreicht.) Der wichtigste Hinweis dieser ersten Lektion betraf das Wiederauffüllen, denn: Was nützt ein halb leerer Verbandskasten?

Im Anschluss wurden verschiedene Unfälle, wie etwa ein Sturz vom Stuhl durchgespielt. Man übte, was in diesen Fällen zu tun ist - wie verhalte ich mich gegenüber Verletzten und wie hole ich Hilfe? Laut schreien? Berthold Dietrich machte die angehenden Junior-Ersthelfer auf die Telefonnummer 112 aufmerksam. Sogleich erinnerten sich die meisten, von dieser Nummer schon gehört zu haben. Sie durften sie aufsagen oder aus vielen Zahlen, die am Boden lagen, heraussuchen.

"Rettungsleitstelle DRK, wie kann ich Ihnen helfen?" Oha, was sage ich denn nun? Auch das wurde geübt und mittels der fünf Finger als Gedächtnisstütze verinnerlicht: Daumen - wo ist etwas passiert?; Zeigefinger - was ist passiert?; Mittelfinger - wie viele Verletzte gibt es?; Ringfinger - welche Art der Verletzung liegt vor?; Kleiner Finger - warten auf Fragen von Seiten der Leitstelle.

Als nächstes demonstrierte Dietrich, wie wichtig es ist, beim Radeln einen Fahrradhelm zu tragen. Hart gekochte Eier mit aufgemaltem Gesicht übernahmen die Rolle der Radler. Auch gab es einen eigenen Styroporhelm für die Eier. Ergebnis: Ein Ei, das ohne Helm zu Boden fällt, hat viele Sprünge, mit Helm bleibt es ganz.

Das Gehörte und Gesehene wurde nun nochmals direkt angewandt. Jedes Kind bekam ein Verbandspäckchen und ein Paar farbige Einmalhandschuhe. Gegenseitig durften sie sich Verbände anlegen. Dabei war es wichtig, Pflaster und Binden niemals an der Stelle anzufassen, die nachher auf der Wunde liegt. Zum Schluss des d kurzweilig gestalteten Kinder- Erste Hilfe-Kurses, übten die jungen Leute noch, wie man auf verschiedene Unfälle im Garten reagiert: Fall vom Klettergerüst, Griff in die Brennnessel, Splitter im Fuß, eingeklemmter Finger und vieles mehr.

Nach diesen Übungen war allen klar, wie wichtig es ist, verletzten Menschen zu helfen, bei Ihnen zu bleiben und dass das jeder kann, egal ob groß oder klein. Der größte Fehler, den man machen kann, ist, nichts zu machen. Mit einem Händedruck, einer Gratulation und einer eigenen Urkunde dankte Berthold Dietrich den Kindern für ihren Eifer, ihre Ausdauer und ihr Interesse. Mit einer Flasche Wein und Schokolade dankte ihrerseits Christine Kaufmann dem Referenten im Namen ihres Teams für seinen professionellen Einsatz.

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