Bauplatzpreise verägern Stettener Bürger

Nach Ansicht von Stettener Bürgern liegen die Bauplatzpreise im Gebiet Eschle viel zu hoch. In der nächsten Ortschaftsratssitzung könnte es krachen.

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Es hat sich unter der Hand längst herumgesprochen, dass die Preise für das Baugebiet Eschle IV in Stetten vom Burladinger Gemeinderat auf 114 Euro pro Quadratmeter festgelegt wurden. Hierzu kommen dann noch Anschlusskosten von maximal bis zu 5000 Euro.

Aus den vorgesehenen acht Bauplätzen waren neun geworden. Allerdings könnte die Ausweisung der Plätze für Unruhe sorgen. Die Bauinteressierten, die zum Teil schon seit Jahren auf einer Warteliste stehen, haben jetzt einen Flächenaufteilungsplan der neun Grundstücke erhalten. Sie werden aufgefordert, sich bis zum 30. Juni zu entscheiden. Diese Eile ärgert die Bauwilligen – nachdem sich die Stadt mit der Erschließung viele Jahre Zeit gelassen hat.

Die angebotenen Grundstücke sind unterschiedlich groß. Man kann sich für einen Platz entscheiden und soll zudem ein Ersatzgrundstück angeben, falls mehrere Bürger sich für denselben Platz entscheiden sollten. Da scheint der Streit vorprogrammiert.

Die Preise liegen deutlich höher als jene früherer Erschließung im Eschle – um ganze 26 Euro. Der Unmut darüber deutete sich schon an, als einige Stettener in einer vorangegangenen Sitzung des Gemeinderates erschienen, um sich über den Stand der Dinge zu erkundigen. Zwar lagen da die Preise noch gar nicht fest, es war aber schon abzusehen, dass man würde tief in die Tasche greifen müssen.

Die Bürger beklagen sich nun über Ungleichbehandlung gegenüber Stadtteilen, in denen die Plätze ihrer Aussage nach günstiger sind. Die Stadt hingegen dürfte auf Schwierigkeiten bei der Erschließung verweisen, welche die Kosten nach oben getrieben hätten. Von der HZ dazu berfragt, wollte sich Ortsvorsteher Hans Locher gegenüber der HZ nicht äußern, nachdem das Thema in der kommenden Woche im Ortschaftsrat behandelt werden soll. Er wolle hier nicht vorgreifen, meinte der Dorfchef. Im Rahmen der Sitzung, das kündigte der Ortsvorsteher an, werde er jedoch zu der Angelegenheit Stellung beziehen.

Locher vermutet, dass die Sitzung am Montag ziemlich turbulent werden könnte, doch ist in seinen Augen der Ärger der Bürger mehr als verständlich.

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