Anlieger bleiben Hart

Gestern meldete sich Uwe Dehner, der Burladinger Anwohnersprecher, nochmals zum Sonnwendfest und zum Downhill-Park zu Wort.

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Die Burladinger Anwohner, die sich vor allem gegen einen Sommerbetrieb am Skilift wehren, bleiben bei ihrer Haltung. Sie wollen nicht zulassen, dass bei der heutigen Sonnwendfeier des Motorradclubs Burladingen nach 22 Uhr noch Musik erklingt. Sonst verständige man die Polizei. Eine andere Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzen, gebe es nicht. Zumindest sei das der Tenor unter den Nachbarn, sagte Anwohner-Sprecher Uwe Dehner gestern in einem Gespräch gegenüber der HZ.

Dabei richte sich der Widerstand nicht gegen den Motorradclub selbst, es gehe allein darum, die Einrichtung eines "zweiten Burladinger Festplatzes" beim Wohngebiet zu verhindern. Hier wolle man den Anfängen wehren, den Riegel vorschieben.

Dehner appelliert an das Verständnis aller Mitbürger: niemand würde gerne einen Festplatz in der unmittelbaren Nachbarschaft haben wollen, glaubt er. Und vor allem dann nicht, wenn man ihn quasi untergejubelt bekomme.

Dehner hält nicht nur den Betreibern des Skiliftes, allen voran Bernhard Reithmayer, vor, sie hätten die Anwohner von Anfang an belogen und ein falsches Spiel gespielt, er unterstellt auch der Stadtverwaltung, dabei mitgespielt, zumindest aber vollkommen falsch agiert zu haben.

Man habe, wiederholt Dehner, nichts gegen den Winterbetrieb am Lift, aber man habe sehr wohl etwas gegen Downhill-Fahren im Sommer, verbunden mit zahlreichen "Events", welche die Anwohner und Grundstücke belasten.

Die von Downhillfahrern ins Feld geführten Gegenargumente lässt Dehner nicht gelten. Zum einen sei der Vergleich mit anderen Abfahrten nicht zutreffend, etwa mit Tailfingen. Die dortigen Gegebenheiten seien andere.

Zweitens sei die Sache schon von daher denkbar einfach: Wenn jemand eine solche Anlage befürworte, dann solle er sie doch bei sich vor der eigenen Haustür zulassen, dann werde man ja sehen.

Der Sprecher ist im Übrigen überzeugt, das gesamte Vorhaben stelle einen unzulässigen Eingriff in die Natur dar und sei im Grunde gar nicht genehmigungsfähig.

Besonders beklagt er sich jedoch darüber, wie die Diskussion geführt werde. Er selber sei beleidigt und angegriffen worden, einem Nachbarn, der einen Protestbrief mit unterzeichnete, habe man ein Hinweisschild zerschlagen. Der Mann habe die Tat zwar angezeigt, aber es sei doch schlimm, wie miteinander umgegangen werde.

Dehner ist heute Abend nicht zuhause. Präsent bleibe er in der Sache dennoch, kündigt er an. Man könne einfach nicht zulassen, wie hier mit den Leuten umgesprungen werde.

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