"Herr Grupp ist nicht gerade pflegeleicht, aber authentisch"

Stolz blickt Wolfgang Grupp auf sein Lebenswerk zurück: "Wir haben nie kurz gearbeitet, nie outgesourced und mussten nie Mitarbeiter entlassen."

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Finanzminister Nils Schmid (SPD).

Im Jahr 1969 übernahm Wolfgang Grupp in der dritten Generation das Familienunternehmen und führte es bis heute zu großem Erfolg. Dies sei nicht immer einfach gewesen, bekannte der Textilfabrikant. Als die Bedarfsdeckung zu Ende gegangen war, galt es neuen Bedarf zu wecken. Und dies hat Wolfgang Grupp am Standort Deutschland erfolgreich umgesetzt. Da Trigema auf Lager produziert, ist es möglich, jedes Produkt innerhalb von 48 Stunden an den Kunden auszuliefern, erläuterte der alleinige Inhaber des Unternehmens, der damit voll in die Haftung gegangen ist. "Unternehmer müssen zurück finden zu gelebter Identität, zu Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns, zur persönlichen Haftung der Entscheidungsgrößen, um Gier und Größenwahn Einhalt zu gebieten", forderte Grupp zum x-ten Mal. Den EU-Energiekommissar Günther Oettinger dürfte es gefreut haben, dass Trigema sämtlichen Strom mittels Turbinen, Blockheizkraftwerken und Solarmodulen selbst erzeugt. Außerdem entsprechen die Textilien höchsten ökologischen Qualitätsstandards.

"Herr Grupp ist nicht gerade pflegeleicht, eher unbequem, aber authentisch", charakterisierte Günther Oettinger den langjährigen Freund - und lobte: "Was Sie an Verbundenheit zu Baden-Württemberg bewiesen haben, ist einmalig!"

"Sie stehen gut da", zollte der baden-württembergische Minister für Finanzen und Wirtschaft, Nils Schmid, Respekt. Er überbrachte die Grüße des gesamten Landtags und von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Dieser hatte erst im Mai dem Burladinger Unternehmer die "Große Staufermedaille in Gold" überreicht. Für den Erfolg habe Grupp laut Schmid oft unorthodoxe Wege eingeschlagen und sich stets pflichtbewusst, diszipliniert und geradlinig gezeigt.

Glückwünsche und Geschenke kamen zudem von Landrat Gün-ther-Martin Pauli (eine in Haigerloch entwickelte Taschensonnenuhr), Bürgermeister Harry Ebert (ein Korb voll Müsli, Grupps ver-meintlich bevorzugtes Lebensmittel) und dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Reutlingen, Christian Erbe: "Sie geben jungen Menschen Perspektive", meinte Erbe mit Blick auf die 40 Auszubildenden bei Trigema.

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