"Häfelesmarkt" einfach ein Erlebnis

Aussteller und Besucher waren sich wieder einig: Die Atmosphäre und die Vielfalt der Angebote sind auf dem Melchinger Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt einfach einzigartig.

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  • Holzkünstler Andreas Zimmermann erläuterte an seiner altehrwürdigen Drehbank (noch schön mit Fußantrieb), wie ein echtes Kunstwerk hergestellt wird. Bei dem Ansturm am Wochenende in Melchingen hieß es, den Überblick zu bewahren. Moritz Meyer half seinen drei Töchtern dabei. Fotos: Jürgen Früh 1/2
    Holzkünstler Andreas Zimmermann erläuterte an seiner altehrwürdigen Drehbank (noch schön mit Fußantrieb), wie ein echtes Kunstwerk hergestellt wird. Bei dem Ansturm am Wochenende in Melchingen hieß es, den Überblick zu bewahren. Moritz Meyer half seinen drei Töchtern dabei. Fotos: Jürgen Früh
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Das Angebot an Schmuck, Metallkunst, filigranen Holzarbeiten und vielen, vielen Töpfen lockte auch heuer wieder tausende von Besuchern auf die Sonnenalb. Wieder gab es viel Neues zu bewundern, die Kreativität der Künstler überraschte selbst alte Marktfans.

Einige Besucher hatten zwar einen etwas längeren Anfahrtsweg, da derzeit der Albaufstieg von Mössingen/Talheim kommend gesperrt ist, doch abgehalten hat dies letztlich niemand, denn für das Melchinger Marktambiente nahmen die Besucher gerne einen kleinen Umweg in Kauf. Der traditionelle Melchinger "Häfelesmarkt", wie er von den Einheimischen liebevoll genannt wird, war wie immer ein besonderes Erlebnis.

Mit viel Begabung, Fantasie und schöpferischer Kraft wurde das Kunsthandwerk in seiner ganzen Vielfalt eindrucksvoll vorgestellt. Vom Milchhaferl über Kleidung und vielfältige Keramikkunst, Bilder, Schmuck und Holzspielzeug, alles wurde in Melchigen angeboten. Ob Metall, Holz, Glas, Textil, Leder oder Keramik - die verwendeten Grundmateralien waren so verschieden wie die Produkte selbst. Damit war Melchingen am Wochenende wieder der Magnet für Liebhaber traditioneller Handwerkskunst.

Bei Marktbeginn am Samstag lachte die Sonne und die Straßen im Oberdorf füllten sich rasch, was eindrucksvoll zeigte, auch nach 32 Jahren hat der Markt nichts von seiner Beliebtheit und seinem einzigartigen Flair verloren.

Wer ein Gespräch mit den Kunsthandwerkern suchte, war am richtigen Ort. Holzkünstler Andreas Zimmermann aus Lollar/Salzböden erläuterte beispielsweise gerne seine Arbeit an der Drehbank, wobei das Interesse stets groß war. Die Töpfer Marion und Richard Stromberger kamen aus Büchenbach und waren zum ersten Mal auf dem Markt. Sie genossen die Gastfreundschaft und das reichhaltige Verpflegungsangebot der bewirtenden Vereine, das auch für Vegetarier keine Wünsche offen ließ. Winfried Hauk hat in Hessen eine Lederwerkstatt, in der er seine vielfältigen Arbeiten aus Leder in solider Sattlerarbeit fertigt. Der Künstler kommt seit Jahrzehnten nach Melchingen auf den Markt, denn hier, so Winfried Hauk gegenüber der HZ, werde gutes Handwerk noch geschätzt. Die Vielfalt des Gezeigten war wie jedes Jahr kaum überschaubar, da es viel Neues und Einzigartiges zu entdecken gab. Aussprüche wie "Schau da drüben, Klasse" oder "einfach super" belegen: Die Aussteller haben wieder den Geschmack der Marktbesucher getroffen.

Die Künstler, die sich auf diesem Markt treffen, haben nie ihre Liebe zur Kreativität und zur Individualität verloren. Eine Tatsache ist, dass der Melchinger Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt trotz seiner vielen Nachahmer immer noch einmalig in seiner Art ist. Die örtliche Feuerwehr sorgte für einen reibungslos funktionierenden Parkplatzdienst.

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