Kuster und Kammerer hoffen auf Hettinger Morgen Bürgermeisterwahl an der Lauchert
Hettingen/Burladingen. Braucht Burladingen eine neue Vize-Bürgermeisterin oder Hausen einen neuen Ortsvorsteher? Dies könnte sich morgen in Hettingen entscheiden.
Eine neue zweite Stellvertreterin für Harry Ebert (und eine neue Junginger Hauptamtsleiterin) wird dann gebraucht, wenn Dagmar Kuster morgen die Hettinger Bürgermeisterwahl für sich entscheidet. Ein neuer Dorfhäuptling in der obersten Killertalgemeinde wird in dem Fall benötigt, dass Andreas Kammerer im Lauchertstädtchen triumphiert.
Doch es könnte auch ganz anders kommen - schließlich gibt es noch einen dritten Mann im Rennen: Rolf Pfaff, 57-jähriger Unternehmer aus Gammertingen. Alle drei Kandidaten, die in den vergangenen Wochen um die Gunst der 1458 wahlberechtigten Hettinger und Inneringer gebuhlt haben, gelten als ernst zu nehmen. Keinen darf man im Vorfeld abschreiben.
Und so hält denn auch Dagmar Kuster einen zweiten Wahlgang am 26. Februar für durchaus wahrscheinlich. "Bei drei Kandidaten ist es fast nicht möglich, dass das Rennen schon im ersten Wahlgang entschieden wird", sagte die 48-jährige Diplom-Verwaltungswirtin gestern der HZ. Manche Beobachter trauen der verheirateten Mutter zweier Kinder, die durch einen sehr professionellen Wahlkampf positiv aufgefallen ist, aber durchaus einen Sieg im ersten Anlauf zu.
Sollte sie gewählt werden, hat Dagmar Kuster den Hettingern und Inneringern versprochen, zwei Amtsperioden lang bleiben zu wollen. Klartext hat die Freie-Wähler-Stadträtin, die in Burladingen vielfach engagiert ist, auch in Bezug auf ihren künftigen Wohnsitz gesprochen. Kuster ließ keinen Zweifel daran, dass sie mit ihrer Familie im Gauselfinger Eigenheim bleiben und die Viertelstunde nach Hettingen täglich pendeln werde. Ein Nachteil für die Kandidatin, weil dann auch ein Kreistagsmandat nicht in Frage käme? "Ich glaube nicht", sagt Dagmar Kuster. "Die Leute akzeptieren das."
Den Wahlsonntag wird Dagmar Kuster bei der Geburtstagsfeier ihrer Schwester verbringen. Abends wird man sie dann um 18.45 Uhr vor der Laucherttalhalle treffen, wenn das Ergebnis bekannt gegeben werden soll.
Dort werden sich vermutlich auch ihre beiden männlichen Konkurrenten einfinden - Rolf Pfaff und Andreas Kammerer, der den Hettingern bei einem Wahlpodium versicherte, dass er das Bürgermeisteramt in ihrer Gemeinde trotz seines jungen Alters von 34 Jahren nicht als "Sprungbrett" verstehe. Nein, er wolle nah am Bürger sein, und Hettingen habe dafür genau die richtige Größe. Kammerer, der hauptberuflich Fallmanager im kommunalen Jobcenter des Landkreises Tuttlingen ist, versuchte als Vereinsmensch zu punkten, der wie in Hausen die Nähe zu den Bürgern suchen wolle. Er versprach den Hettinger und Inneringern eine "aktive Familienpolitik", wobei es gelte, die Angebote in Kindergarten und Schule weiter auszubauen. So könnte er sich eine Mensa vorstellen, die in Kooperation von Schule und Vereinen betrieben werde.
Info Das Hettinger Wahlergebnis wird am Sonntag gegen 18.45 Uhr vor der Laucherttalhalle in Hettingen, gegen 19.15 Uhr dann vor dem Rathaus in Inneringen bekanntgegeben. Ab 19.30 Uhr soll das Resultat auf der Internet-Homepage der Stadt Hettingen unter www.hettingen.de nachgelesen werden können.
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Autor: HARDY KROMER | 04.02.2012
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Der Gammertinger Rolf Pfaff (57) hat sich in Hettingen als Erster beworben.
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