B 32: Hausen will weiter Druck machen
Hausen i.K. "Wir werden weiter Druck machen", lautet die Ankündigung des Hausener Ortschaftsrates in Sachen Unfallgefahr an der B-32-Kreuzung.
Die unfallträchtigte B-32-Kreuzung am Ortseingang war am Dienstagabend zum wiederholten Mal auf der Tagesordnung des Hausener Ortschaftsrates. Anlass diesmal: die jüngste Reaktion des Verkehrsamtes im Balinger Landratsamt auf die Vorstöße aus dem oberen Killertal.
Die fanden die Hausener Räte schlichtweg nicht nachvollziehbar. Sie zeigten sich sehr verärgert, denn sie wollten die Unfallgefahr an der Einmündung der B 32 von und nach Hausen entschärft sehen - sei es über Tempo 50 oder einen Blitzer im Kreuzungsbereich. Doch das Verkehrsamt zeigte sich lediglich bereit, noch mehr Hinweisschilder auf die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Stundenkilometern aufzustellen. Tempo 50 sei nicht vertretbar, und eine Radarfalle gebe es gerade mal 600 Meter weiter bei der Starzelner Kirche.
"Nur weil an der Ortsdurchfahrt von Starzeln eine stationäre Blitzanlage steht, hat das mit der gefährlichen Kreuzung bei Hausen nichts zu tun", kommentierte Stadt- und Ortschaftsrat Thomas Maier enttäuscht und aufgebracht. Auch die Begründung, es gebe statistisch nicht genügend Unfälle an dieser Kreuzung, um weitere verkehrstechnische Maßnahmen zu rechtfertigen, fand Ortsvorsteher Andreas Kammerer etwas fragwürdig. Ida Seeger bestätigte, dass man manchmal kaum die Bundesstraße queren könne, so viel Verkehr wie zu Stoßzeiten herrsche. Und viele müssen eben über die Bundesstraße von Hausen zum Bahnhof oder umgekehrt.
"Die eleganteste Lösung wäre ein Kreisverkehr", stellte Ortsvorsteher Andreas Kammerer fest. Doch die Hausener würden sich ja auch schon mit weniger begnügen. Doch sie wollen auf alle Fälle ernst genommen werden, weshalb ihrer Meinung nach das Antwortschreiben des Verkehrsamtes lapidar und unsachlich war. Deshalb müsse man wohl endlich einen Termin für eine Verkehrsschau anberaumen, damit den Entscheidungsträgern die Sachlage klar werde.
Vorerst könnte wohl auch schon eine elektronische Geschwindigkeitsanzeige ausreichen, die an ein Statistikgerät gekoppelt ist. Dann sehen die Autofahrer einerseits ganz genau, wie schnell sie fahren, und andererseits würde aufgezeichnet werden, wie viele Fahrzeuge zu welcher Zeit mit welchen Geschwindigkeiten an der Einmündung nach Hausen vorbeifahren.
Vielleicht könnte solch ein Gerät ja auch dauerhaft angebracht werden, hegten die Hausener Räte eine leise Hoffnung. Sie werden jedenfalls nicht locker lassen, bis sich die Situation an der Bundesstraße verbessert hat.
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Autor: VERA BENDER | 09.02.2012
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