Auffangstation für Polarhunde mit viel Publikum eröffnet

Gauselfingen hat jetzt eine Auffangstation für Polarhunde. Zur Eröffnung der beeindruckenden Anlage auf dem Hasleberg kamen Besucher aus ganz Süddeutschland, aus der Schweiz und aus Österreich.

TANJA MARQUARDT |

Die teils von weit her angereisten Besucher machten den Eröffnungstag der Auffangstation für Polarhunde auf dem Gauselfinger Hasleberg zu einem internationalen Treffen für Mensch und Tier.

Gauselfingens Ortsvorsteher Rudi Kanz räumte zur Eröffnung ein, dass die Skepsis den Tierschützern und ihren Plänen gegenüber im Ort groß gewesen sei. Dass bei der Nothilfe für Polarhunde aber seriös gearbeitet werde, davon habe man sich jetzt jedoch überzeugen können.

Ein paar hundert Menschen haben sich am Sonntag beim Tag der offenen Tür auf dem Gelände der ehemaligen Reitanlage auf dem Hasleberg selbst ein Bild von der Station und ihren Mitarbeitern gemacht. Für viele war es der erste Kontakt mit den Tierhelfern, andere kennen die Organisation schon.

Einer von ihnen ist Frank Buron. Er kann nicht lassen von Digger. Immer wieder kehrt er zum Zwinger zurück, in dem der Malamute-Mix zusammen mit seinem Kumpel Hank untergebracht ist. Und als Digger herausgeführt wird, um zusammen mit der Hundetrainerin Martina Pfatschbacher "Kommunikation mit Hunden" vorzuführen, will das Schmusen und Kraulen von Buron und Digger gar nicht aufhören. Acht Jahre hatte der Mann einen Polarhund. Seine Shila ist in diesem Februar verstorben. "Ich will wieder einen Malamute und gerne auch von der Nothilfe hier. Meine Shila war auch von hier, und ich habe nur gute Erfahrungen gemacht", erzählte er der HZ. Vielleicht hat Digger also die Chance, bald wieder aus dem Zwinger zu kommen?

Für die beiden zehnjährigen Husky-Border-Mixe Luna und Linus, die neuesten Opfer, die auf dem Hasleberg erst einmal Unterschlupf aus schlechter Haltung heraus gefunden haben, wird die Vermittlung schwieriger. Ihr Alter ist ein Handicap, fürchten die Polarhundeleute, die versuchen, die Hunde so schnell wie möglich wieder in passende Familien zu vermitteln. Derzeit, so erfuhren die Besucher bei einer der Führungen, die der Vorsitzende Günter Schwarze am Sonntag durch die Station machte, sind elf Hunde auf dem Hasleberg. Genehmigt sind 24 Hunde, die in fünf Freilaufgehegen untergebracht werden können.

Die Hunde werden von zwei Teilzeitkräften versorgt. Zusätzlich gibt es hundeliebe Menschen aus der Umgebung, die mit den hübschen Vierbeinern spazieren gehen. So haben auch Hank und Digger ihre Gassigeher, die sie immer samstags holen, um mit ihnen zu laufen.

Gut versorgt waren am Eröffnungstag auch die Besucher - einige mit ihren Hunden, die sie über die Polarhundehilfe bekommen haben: In der ehemaligen Reithalle gab es Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Draußen konnten die Kinder auf einem Haflinger reiten, sich als Husky schminken lassen, eine Husky-Stecknadel im Heuhaufen suchen, einen der vielen Tombolapreise gewinnen, beim Hufeisenwerfen mitmachen oder Trommelspielen lernen.

Info Auch wer den Eröffnungstag verpasst hat, ist in der Auffangstation auf dem Gauselfinger Hasleberg jederzeit willkommen. Kontakt: Nothilfe für Polarhunde e. V., Freudenstadt, Telefon 07441/951995, E-Mail: nothilfe@polarhunde.de,

Internet: www.polarhunde-

nothilfe.com.

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