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2014 wird das Wasser wohl wieder teurer

So erfreulich sich die städtische Finanzlage entwickelt, so dramatisch ist die Situation des Eigenbetriebs Wasser. Für Burladingen ein Fass ohne Boden.

Autor: HARDY KROMER |
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Lange wird es nicht mehr dauern, bis der Schuldenberg des städtischen Eigenbetriebs Wasserversorgung höher ist als der im Kernhaushalt. Der Wirtschafts- und Finanzplan, den der Gemeinderat am Donnerstagabend absegnete, ist abermals von roten Zahlen geprägt. 93 400 Euro beträgt der erwartete Jahresverlust, 160 000 Euro die geplante Nettoneuverschuldung. Damit steigt der Verlustvortrag auf 1,5 Millionen, der Schuldenberg wächst auf 4,6 Millionen Euro. Macht in der Summe mehr als sechs Millionen "Miese". Zum Vergleich: Mit ein bisschen Glück werden die Schulden des Kernhaushalts 2014 unter sechs Millionen sinken.

"Besorgniserregend" nannte der Betriebsleiter, Erster Beigeordneter Berthold Wiesner, die Entwicklung im Wasserhaushalt. Er kündigte bereits an, was diese Zahlen für die Verbraucher bedeuten: Im Jahr 2014 werde an einer abermaligen Erhöhung der Wassergebühren "kein Weg vorbei führen".

"Für alle Seiten unbefriedigend" nannte Klaus Ritt von der CDU-Fraktion den Wasserhaushalt. Walter Glaser (Freie Wähler) sprach vom Wasserhaushalt als "Sorgenkind". Enttäuscht worden seien die Hoffnungen, den Negativtrend durch verschiedene technische Verbesserungen, in die man investiert habe, umkehren zu können. Glaser nannte die Fehlersuche im Rohrnetz über Logger und Fernabfrage und stellte fest: "Das greift wohl doch nicht so - oder es wird alles überlagert durch extreme Frostschäden oder durch die Preiserhöhungen im Einkauf."

"Wie können wir den Wettlauf gegen den Rost im Leitungsnetz überhaupt gewinnen"? fragte Glaser besorgt und drängte darauf, dass die Albstadt-Werke Lösungsvorschläge auf den Tisch legen sollten. Dörte Conradi (CDU) hieb in dieselbe Kerbe: "Wir brauchen Maßnahmen und Instrumente, um den Kreislauf zu durchbrechen. Wir sind gespannt auf Ihre Vorschläge", sagte sie an Wiesner gewandt.

Ein permanentes Problem stellen nicht nur die immensen Kosten der Rohrnetzunterhaltung dar. Auch große Investitionen werden teurer als geplant. Für die Sanierung des Haupthochbehälters des Zweckverbandes Hohenzollern auf der Hohen Wacht müssen in diesem Jahr weitere 120 000 Euro bereit gestellt werden. Grund für die Verteuerung um insgesamt 15 Prozent sind laut Wiesner "enorme Schäden an der Bewehrung". Ähnlich sieht es in Hausen aus, wo derzeit die Ringleitung Au-/Jägerstraße hergestellt wird. Hier werden Mehrkosten erwartet, weil das Gelände "überaus stark Wasser führt".

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