Wessinger Kirche wird renoviert

Im Frühjahr solls losgehen: Die Wessinger Kirche St. Wolfgang soll in mehreren Bauabschnitten renoviert werden. Zur Finanzierung ist die Pfarrgemeinde auf Spenden angewiesen.

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Mit der Renovierung der Wessinger Wolfgangskirche soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Foto: Jörg Wahl

So langsam kann es losgehen. Bereits im Juli 2008 hatte der Wessinger Pfarrgemeinderat beschlossen, die Außenrenovierung der Kirche beim Erzbischöflichen Ordinariat zu beantragen. Der Außenputz im Sockelbereich bis zu einer Höhe von etwa zwei Metern war schon seit längerem durch Abplatzungen unansehnlich geworden. Auch im Innenraum - erst 2005 gemacht - sind schon wieder feuchte Stellen im fußbodennahen Wandbereich zu sehen.

Das Erzbischöfliche Bauamt wurde eingeschaltet. Schnell war klar: Bevor überhaupt mit der Renovierung begonnen werden kann, müsste erst untersucht werden, wie es, erstens, mit der Feuchte- und Salzbelastung des Mauerwerks im Sockelbereich der Kirche steht und, zweitens, was es eigentlich mit den Rissen im Mauerwerk auf sich hat. Die Vermutung lag nahe, dass der Auflagedruck durch das Dachtragwerk ungleichmäßig verteilt ist.

Beide Untersuchungen wurden als Vorwegausgabe auf die künftigen Baumaßnahmen finanziert. Die Untersuchung des Mauerwerks wurde von der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart vorgenommen. Im unteren Bereich der Sockelzone wurde eine extrem hohe Durchfeuchtung festgestellt. Ferner ist der Fugenmörtel des Mauerwerks sehr hoch mit Nitrat- und Chloridsalzen belastet. Im Außenputz selbst ist eine ungewöhnlich hohe Belastung mit Sulfatsalzen festzustellen.

Das Dachtragwerk wurde von der Firma Ott aus Gammertingen untersucht, öffentlich bestellt als Sachverständige für Holzschutz und Holzschäden. Ihr Ergebnis: Das Dachtragwerk ist insbesondere an den Auflagerbereichen entlang der Traufen stark geschädigt. Hauptursache sind Nassfäulepilze. Alles in einem machen zu lassen, dafür ist nicht genügend Geld da. Also wird die Außenrenovierung in drei Abschnitte aufgegeteilt. Erst einmal wird das Mauerwerk im Sockelbereich entsalzt und abgedichtet. Das wird rund 67 000 Euro kosten. Im zweiten Schritt nimmt mann sich des Dachtragwerks an, im dritten Bauabschnitt kommt dann die eigentliche Außensanierung dran. Für den ersten Bauabschnitt hat das Erzbischöflichen Ordinariat inzwischen die Genehmigung erteilt. Zur Entsalzung des Mauerwerks im Sockelbereich wird der Außenputz von unten bis in die Höhe von etwa zwei Metern abgenommen. Dann wird auf das freigelegte Mauerwerk ein Putz aufgebracht, der die Salze aus dem Mauerwerk ziehen soll. Dieser Putz wird im Rahmen der eigentlichen Außenrenovierung wieder entfernt und durch den endgültigen Außenputz ersetzt. Um das Mauerwerk künftig trocken zu halten, wird zudem rund um die Kirche eine Drainage gelegt. Mit den Arbeiten an der Wessinger Kirche soll im Frühjahr begonnen werden.

Info Spenden können auf das Konto Nr. 79 065 447 der katholischen Kirchengemeinde Wessingen bei der Sparkasse Zollernalb, BLZ 65351260, eingezahlt werden. Auf Wunsch werden Spendenbestätigungen ausgestellt.

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