Wenn's auf keine Kuhhaut geht

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Die Ausflüger aus Thanheim genossen einen wunderbaren Tag auf der Reichenau.  Foto: 

Der Heimatverein Thanheim unternahm bei strahlendem Sonnenschein einen Ausflug an den Bodensee. Nach einem üppigen Sektfrühstück kamen die Vereinsmitglieder munter auf der Insel Reichenau an. Rosemarie Bogenschütz, mit im Vorstand, hatte alles bestens organisiert.

Erste Station war die uralte, um das Jahr 900 errichtete, mächtige St.-Georgs-Kirche im Ortsteil Oberzell. Sie gehört zu den ältesten Georgskirchen in Europa und mit der ganzen Klosterinsel zum Unesco-Weltkulturerbe.

Eine kundige Fremdenführerin erklärte die einmaligen Wandfresken der Kirche. Die dargestellten Szenen aus dem Leben Christi beziehen sich auf dessen Wundertätigkeiten. An der Nordwand ist ein seltenes Spottbild aus dem 14. Jahrhundert zu sehen, welches das Geschwätz der törichten Frauen kritisiert. Diese Kritik ist als Gedicht auf eine Kuhhaut geschrieben, die von vier Teufeln im Kreis gedreht wird, und illustriert so wörtlich die Redensart vom Geschwätz, das auf keine Kuhhaut geht.

Anschließend führte die inselverliebte Fremdenführerin in einer kleinen Busrundfahrt durch die beiden weiteren Inselgemeinden Mittelzell und Niederzell mit deren schönen Fachwerkhäusern und malerischen Gärten sowie auf die Hochwart, mit 439 Metern der höchste Punkt der Insel. Es gab viel historisch Interessantes und Anekdoten rund um die Reichenau und ihre prägenden Personen. Nach diesen schönen Eindrücken verabschiedeten sich die Ausflügler nach einer kurzen Kaffeepause am kleinen Hafen von Mittelzell mit einer kurzen Schiffahrt über den See nach Allensbach, wo der Bus schon wartete und die Ausflügler nach Eigeltingen in die dortige Lochmühle brachte.

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