Von Nikolaus Lenau inspiriert

Unter dem Titel "Die Welt ist ein Kreislauf" wird am kommenden Sonntag um 11 Uhr im Foyer der Klinik Bad Sebastiansweiler eine Ausstellung mit Bildern des Bisinger Kulturschaffenden Willi Birkle eröffnet.

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Auf Willi Birkles Initiative wurde ein Kulturkreis ins Leben gerufen. Foto: Ullrich

Es begann Mitte der 90er- Jahre. Nach einer Lenauausstellung in der Bisinger Hohenzollernhalle "küsste die Muse" das Bisinger Urgestein Willi Birkle. In der Nacht noch setzte er sich in und schrieb einige Gedichte. Mittlerweile sind sehr viele Verse entstanden und entstehen immer noch.

Nach dem Musenkuss in dieser Nacht begann er auch mit dem Malen. Der Autodidakt Willi Birkle bezeichnet sich als "Maler ohne Stil", was allerdings nicht unwidersprochen bleiben soll. Wohl ist ein Stil erkennbar. Er besteht zum einen darin, dass Birkle ausgesprochen flexibel ist, was Themen und Sujets angeht. Zum anderen geht es ihm in seinen gegenständlichen Bildern nicht so sehr um die fotografische Wirklichkeit, sondern vielmehr um die Vermittlung eines Eindruckes, eines gefühlvollen Empfindens.

In der Regel sind es Bilder in Aquarell oder wasserlöslichem Öl. Immer wieder hat er Einfälle und Ideen, die er versucht umzusetzen. "Mir fallen mitten in der Nacht oder auch morgens um fünf Uhr Dinge ein, die ich malen möchte." Er fertigt eine kurze Skizze an und hat das fertige Bild bereits im Kopf. "Aber", so Birkle weiter, "ich male nicht auf Abruf".

Fühlte Birkle sich früher mehr der Gegenständlichkeit verbunden, abstrahiert er jetzt dafür öfter.

Die Vielseitigkeit und Heimatverbundenheit des Bisingers lässt sich daran erkennen, dass auf seine Initiative ein Kulturkreis ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto "Gedichte, Bilder, Musik" wurde in Bisingen eine Plattform für Kunst- und Kulturschaffende geboten.

Zudem hat Birkle die Hohenzollernstraße in 25 Bildern und entsprechenden Versen geschaffen. Etwa ein Dutzend davon werden in Bad Sebastiansweiler zu sehen sein. Daneben werden etwa 50 Werke einen Querschnitt über das bisherige Schaffen zeigen. In den vielen Themen, denen er sich gewidmet hat und immer noch widmet, lässt sich unschwer die Vielschichtigkeit des Daseins, das kreislaufartige Werden und Vergehen erkennen.

Zu sehen sein werden auch zwei Bilder der bulgarischen Künstlerin Temenuzhka Dikanska. Die Begrüßung wird durch den Geschäftsführer der Klinik, Volker Gurski, erfolgen. Einführende Worte spricht Willi Birkle selber. Für die musikalische Umrahmung ist Maik Merle (Akkordeon) aus Bodelshausen zuständig.

Info Die Ausstellung "Die Welt ist ein Kreislauf" kann bis zum 26. August täglich von 9 bis 17 Uhr in der Klinik Bad Sebastiansweiler besichtigt werden.

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