Statik schon in Gefahr

Noch länger zu warten, wäre fahrlässig gewesen: Am Mittwoch startete die umfangreiche Sanierung des Kläranlagen-Betriebsgebäudes. Vor allem im Bereich des Rechenraums war zuletzt die Statik gefährdet.

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    Außen wie innen bedarf das Betriebsgebäude einer umfassenden Sanierung.
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    Alles ist schadhaft, alles muss raus. Fotos: Sabine Hegele
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Jahrzehnte hatte man ins Land ziehen lassen, jetzt musste es ganz schnell gehen: "Wenn Sie heute Ja sagen, wird morgen mit den Arbeiten begonnen", informierte Diplomingenieur Mario Bitsch am Dienstagabend den Grosselfinger Gemeinderat. Der sagte Ja - und tatsächlich waren am gestrigen Mittwoch die ersten Handwerker auf dem Gelände der Kläranlage anzutreffen. Ihr Auftrag: Sanierung des Betriebsgebäudes.

Das hat, selbst für den Laien sichtbar, fürwahr weit mehr als einen neuen Anstrich nötig. Denn anders als für die Anlage selbst - die in den Jahren bis 2000 im Bereich der Verfahrenstechnik für die Stickstoffelimination erweitert und optimiert wurde, deren Belebungs- und Nachklärbecken eine Umrüstung erfuhr, die ein Rücklaufschlammpumpwerk bekam und deren Zulaufschnecken saniert wurden -, blieb man beim Betriebsgebäude untätig.

Das ging nicht ohne Folgen ab: Gar mächtig hat der Zahn der Zeit beispielsweise am Rechenraum genagt. Durch Betonabplatzungen bei diesem auch im Winter offenen und nicht beheizten Raum liegt die untere Deckenbewehrung zu großen Teilen frei und korrodiert. Das wiederum gefährdet die Statik des gesamten Gebäudeteils. Im Rahmen der Sanierung soll nun der angegriffene Betonstahl freigelegt und vor weiterer Korrosion geschützt werden. Im nächsten Schritt sollen die behandelten Flächen versiegelt und die Betondecke wieder hergestellt werden.

Das Flachdach des Betriebsgebäudes bedarf ebenfalls einer grundlegenden Sanierung. Weil es an verschiedenen Stellen undicht ist, was zu Wasserschäden an der Decke geführt hat. Um Schäden dieser Art langfristig auszuschließen, bekommt das Gebäude im unteren Teil ein Pultdach.

Des Weiteren werden im Rahmen der anstehenden Arbeiten die elektrotechnischen und sanitären Einrichtungen im Betriebsgebäude auf den aktuellen Stand gebracht. Darüber hinaus werden die Fenster und Außentüren erneuert und der Fußboden im Werkstattbereich erneuert. Der alte (aus Holz) ist durch die andauernde Feuchtigkeit marode.

In seiner Sitzung am Dienstag vergab der Grosselfinger Gemeinderat auf Empfehlung des Büros ISW (Ingenieurberatung für Siedlungswasserwirtschaft) nachfolgende Aufträge an den jeweils günstigsten Bieter: Die Betonarbeiten wird die Firma Scholl aus Gemmrigheim zum Preis von rund 50000 Euro ausführen; für die Dacharbeiten wird die Siedler GmbH aus Haigerloch verantwortlich zeichnen (ihr Angebotspreis: 54300 Euro); mit dem Auswechseln der Fenster und Türen wird die Bisinger Firma Lacher betraut (16000 Euro); die Fassaden- und Malerarbeiten liegen in der Verantwortung der Geiger GmbH aus Albstadt (13000 Euro). Macht in der Summe rund 133000 Euro.

Weitere zirka 59500 Euro anfallen werden für die Wärmetechnik, die Sanitärarbeiten und die Elektrotechnik. Diese Gewerke sind noch zu vergeben. Unterm Strich werden sich die Ausgaben also bei 193000 Euro bewegen; Gesamtkosten in einer Größenordnung von 200000 Euro waren vorab prognostiziert worden.

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