Obstpflege in idyllischer Lage

Tadellos gepflegt präsentieren sich inzwischen die Obstbäume im Ludenstall. Die Gemeinde Bisingen würde sich freuen, wenn das auch so bliebe.

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Zu landwirtschaftlichen Flächen gehören Äcker, Wiesen und Weiden ebenso wie Krautländer oder sogenannte Baumteile, also Grundstücke mit Obstbäumen drauf. Alle acht Jahre verpachtet die Gemeinde Bisingen die ihr gehörenden landwirtschaftlichen Flächen neu. Zum 1. Oktober 2014 ist es wieder soweit.

Und da alles mit der Zeit teurer wird, hat sich die Gemeindeverwaltung daran gemacht, die Pachtpreise neu festzulegen. Dafür hat sie sich bei umliegenden (vergleichbaren) Gemeinden umgehört und beim Statistischen Landesamt nachgefragt.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag lagen die Pachtpreise auf dem Tisch: So sind für Äcker nun 1,20 Euro (plus 40 Cent) pro Ar zu zahlen, für Wiesen 1 Euro (plus 40 Cent), Weideland 0,70 Euro (plus 30 Cent), Gartenland 3 Euro (plus 1 Euro) und Krautland 15 Euro (plus 10 Euro). "Wir bewegen uns damit in der Mitte", so Bürgermeister Roman Waizenegger. Der Gemeinderat stimmte zu. Die Regeln sind klar: Es soll ordentlich bewirtschaftet werden. Einheimische bekommen Vorrang.

Nichts mehr kostet es dagegen, wer eine Wiese mit Obstbäumen übernimmt (bislang waren dafür 5 Euro pro Stück zu zahlen). Denn die Gemeinde wäre nur zu froh, wenn sich überhaupt genügend Naturfreunde finden, die die Pflege der zum Teil recht alten Obstbestände übernehmen.

Bestes Beispiel bietet da der Baumbestand im Bisinger Gewann Ludenstall. Vor fast 65 Jahren hatte die Gemeinde hier in den Nachkriegsjahren rund 560 Streuobstbäume pflanzen lassen. Die Bisinger sollten sich dort mit frischem Obst versorgen können. Manch Obstbestand wurde über all die Jahrzehnte schön gepflegt, der größte Teil jedoch war arg vernachlässigt.

Die Gemeinde nahm sich des Problems an. Gemeinsam mit dem Kreisverband Obstbau, Garten und Landschaft Zollernalb sowie dem Kreisverband der Baum- und Fachwarte Zollernalb wurde im März 2012 eine großangelegte Pflegeaktion gestartet. Heute präsentiert sich der Ludenstall wieder als "Kleinod", wie Gemeinderat Klaus Ertl befand. Und so soll es auch bleiben. Mit einer Werbeaktion am 28. August will die Gemeinde den Bisingern die Pflege der Bäume ans Herzen legen. Doch es gibt noch andere Baumteile, die teils in "erbarmungswürdigem Zustand" sind, wie Lothar Schneider meinte. Eine "Strafpacht" soll es nicht geben, ein Sonderkündigungsrecht behält sich die allerdings Gemeinde vor.

Derweil stinkt den Wessingern das Ausbringen von Gülle gerade vor oder während vor sommerlichen Wochenenden (wir berichteten). Doch hier hilft wohl nur der Appell an die betreffenden Landwirte.

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