Nichthuldigergeist für den Genossen Thomas Oppermann

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  • Die Zollernalb – samt Burg – ist dem SPD-Bundespolitiker Thomas Oppermann nicht fremd: Einst hat er zwei Semester in Tübingen studiert. 1/2
    Die Zollernalb – samt Burg – ist dem SPD-Bundespolitiker Thomas Oppermann nicht fremd: Einst hat er zwei Semester in Tübingen studiert. Foto: 
  • SPD-Ortsverein und Wahlkampfteams sorgten beim Wahlkampftermin am Dienstagmittag in der Hohenzollernhalle für reibungslose Bewirtung. 2/2
    SPD-Ortsverein und Wahlkampfteams sorgten beim Wahlkampftermin am Dienstagmittag in der Hohenzollernhalle für reibungslose Bewirtung. Foto: 
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Schnitzel mit Kartoffelsalat (für nur 5 Euro), für den Wahlkampf in der Mittagspause hatte sich der SPD-Ortsverein Deftiges einfallen lassen. Und selbst Thomas Oppermann, Vorsitzender der Bundestagsfraktion, ließ es sich schmecken.

Die Hohenzollernhalle war proppevoll, schnell musste noch nachgestuhlt werden. Selbst die politische Konkurrenz, Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger und Landrat Günther-Martin Pauli, beide CDU, hatten sich eingefunden, schön neutral natürlich. Gisela Birr, SPD-Ortsvereinsvorsitzende, zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Martin Rosemann, SPD-Bundestagsabgeordneter und erneut Kandidat für den Wahlkreis Tübingen-Hechingen, und Stella Kirgiane-Efremidou, SPD-Bundestagskandidatin für den Nachbarwahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, taten es ihr gleich.

Was habe denn die CDU bewirkt, fragte Rosemann beherzt in die große Halle. Klar, da käme erst einmal Schweigen, dann das Stichwort Maut, auch wenn für letztere wohl eher die CSU verantwortlich sei. Es sei die SPD gewesen, der „Motor der Koalition“, der Deutschland „sozialer, moderner und gerechter“ gemacht habe.

Die Sozialdemokraten hätten „hart gearbeitet“, nahm Thomas Oppermann den Faden auf, vieles in der Großen Koalition ­(gegen die CDU/CSU) durchgesetzt, was das Leben der Menschen verbessert habe. Und genau dort wollen sie mit ihrem Zukunftsplan für mehr Gerechtigkeit auch weitermachen, Wohlstand müsse bei allen ankommen. „Merkel hat ihre Verdienste, aber keinen Plan für das Land.“ Die SPD schon: So müsse es unter anderem gleichen Lohn für gleiche Arbeit geben, soziale Berufe müssten aufgewertet werden, die Rente müsse einigermaßen den Lebensstandard sichern, für „Normalverdiener“ müsse eine Steuerentlastung her. Bildung dürfe nicht vom Elternhaus abhängen. Nicht zuletzt in diese müsse ordentlich investiert werden, genauso wie in die Digitalisierung. Es könne ja wohl nicht sein, dass Deutschland bei der Übertragungsrate noch hinter Rumänien und Bulgarien liege. „Wir verspielen hier unsere Chance“, warnte der SPD-Bundespolitiker.

So wie das leicht auch mit der europäischen Einheit geschehen könnte. Europa habe den Menschen in Deutschland Frieden, Freiheit und Wohlstand beschert, die Finanzkrise, die Flüchtlingskrise, wachsender Populismus verstellen den Blick darauf. Von Frankreichs Staatspräsident Macron komme die ausgestreckte Hand, so Oppermann, von Deutschlands Finanzminister Schäuble nur der erhobene Zeigefinger. Wer aber könne besser für Europa stehen als der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Die SPD mache keinen Koalitionswahlkampf, wichtig sei eine starke SPD. Harte Worte gab es für die AfD und deren „politischen Fanatismus“.

Noch sei mit Blick auf den Bundestagswahltermin am 24. September nichts entschieden, ermunterte der Fraktionschef der SPD im Bund die Genossen,  auch wenn die SPD hinten liege „und kämpfen muss“. In jüngster Vergangenheit habe es ja viele Wahlen gegeben, bei denen die Demoskopen komplett daneben lagen. Oppermann: „Ich glaube, dass wir auf den letzten Metern noch enorm aufholen werden.“

Ein „Nichthuldigergeist“, den Stella Kirgiane-Efremidou überreichte, soll dabei helfen.

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