Magie und Unterhaltung bei Sternschnuppennächten auf der Burg

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Alljährlich im August kehren die Perseiden, ein Meteoritenstrom mit Ursprung im Sternbild Perseus, wieder. Auch in diesem Jahr konnte man mit etwas Glück und sofern die Wolken es zuließen, das Schauspiel von der 855 Meter hoch gelegenen Burg beobachten.

Wer am Freitag und Samstag am bewölkten Nachthimmel keinen Blick auf „die Tränen des Laurentius“ erhaschen konnte, der wurde durch einen illuminierten Sternschnuppenregen im Burghof entschädigt. Lichtkünstler Uwe Sessler ließ funkelnde Sterne, explodierende Feuerwerke, Fische, florale und fraktale Lichtkunstwerke an den alten Mauern der Burg entlang gleiten, ebenso die überlebensgroße Silhouette des Preußenkönigs Friedrichs des Großen, Zitate des Königs und das Wappen der Hohenzollern.

Mit Blick gen Himmel gerichtet, in der Hoffnung eine vorbei flitzenden Wunscherfüller einzufangen, konnte man die stellare Atmosphäre auf der Burg auch in Hängematten im Burggarten oder der Bastei genießen. Als der Himmel in der Samstagnacht etwas aufklarte, zog ein besonders großer und heller Meteor mit leuchtendem Schweif sekundenlang eine leuchtende Spur am Himmel über den Burgtürmen.

Den Fokus ebenfalls auf Kugeln gerichtet, hatte Magier Ruven Nagel, der die Zuschauer in diesem Jahr erneut mit der ästethischen Magie seiner Kristallkugeln faszinierte. Den finalen Höhepunkt seiner Show präsentierte der Zauberkünstler gegen Mitternacht mit einer Licht- und Feuershow im Burghof.

Premiere bei den Sternschnuppennächten auf der Burg hatte das Magierduo „Golden Ace“. Die jungen Zauberkünstler aus Hannover sind Alexander Hunte und Martin Köster. Ganz nah am Publikum verwandelten die Meister der Täuschung scheinbar Spielgeld in echtes Geld. Verschwundene Knöpfe tauchten beim Publikum genau da auf, wo es die Bühnenkünstler vorhersagten. Assistierende Zuschauer wurden von den Magiern derart beeinflusst, dass diese glaubten nach freiem Willen zu handeln, aber taten, was das Magierduo der Täuschung von ihnen wollte. Die Vorführung fand in der katholischen St. Michaelskapelle statt.

Glücklich machte Seifenblasenclown Klaus Klücklich die Kinder im Burghof mit Seifenblasen in überdimensionaler, minimalistischer und Herzform.

In Herzenssachen kam übrigens eigens ein Burgbesucher aus Belgien angereist, um seiner Auserwählten im tollen Ambiente der Burg einen Heiratsantrag zu machen. Sie sagte „ja“.

Roland Beck, Pressesprecher der Burg Hohenzollern, berichtete von geringen Besucherzahlen am Freitag, der leider extrem verregnet war.

Wesentlich positiver in Sachen Besucher und Wetter zeigte sich der Samstagabend. Zu vorgerückter Stunde riss die Wolkendecke auf, die Sterne waren zu sehen und mit ein wenig Glück auch die Perseiden.

Am Samstag hielt Rolf Bitzer von der Sternschnuppenwarte im Burgrestaurant einen informativen Vortrag zum Thema Perseiden und im Kutschenstall beriet Stephan Schumacher in Sachen Astrologie. Beim magischen Sternenspektakel konnten auch die Schau- und Prunkräume der Burg ohne Führung besichtigt werden. Kulinarisches wurde unter anderem mit Pizzen und Maultaschen im Kutschenhof geboten, Getränke und Cocktails wurden im Burghof, an der Hängemattenbar auf der Bastei und an der Sekt- und Weinbar des Freundeskreis Burg Hohenzollern im Kutschenstall serviert.

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