Grosselfingen nach dem Hagel-Unwetter: Ein Dorf im Ausnahmezustand

Die Drehleitern der Feuerwehren aus Haigerloch, Bisingen und Hechingen waren gestern im Dauereinsatz, um in Grosselfingen die vom Hagel durchlöcherten Dächer zu flicken. Über 150 Gebäude sind beschädigt.

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  • Regina und Michael Koch vom Marienhof schauen sich die Schäden an. 1/3
    Regina und Michael Koch vom Marienhof schauen sich die Schäden an.
  • Bürgermeister Franz Josef Möller mit den kaputten Dachziegeln vom Rathausdach. 2/3
    Bürgermeister Franz Josef Möller mit den kaputten Dachziegeln vom Rathausdach.
  • Wo keine Ziegel erneuert werden konnten, wurden Dachplanen gespannt. 3/3
    Wo keine Ziegel erneuert werden konnten, wurden Dachplanen gespannt.
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Besonders hart traf das Unwetter am Dienstagnachmittag Grosselfingen. Gestern reparierte die Grosselfinger Feuerwehr mit Unterstützung aus Haigerloch, Bisingen und Hechingen den ganzen Tag über die beschädigten Dächer. Allein auf dem Rathausdach wurden etwa 200 Ziegel vom Hagel zerschlagen. "Wir müssen erstmal neue Ziegel besorgen. Unser Vorrat reicht gar nicht aus", erzählte Silvester Rapp vom Bauhof. Bürgermeister Franz Josef Möller rief die Besitzer der über 150 beschädigten Häuser in Grosselfingen zu Geduld auf: "Die Feuerwehr fängt beim größten Schaden an."

Wo die Feuerwehr nicht gleich helfen konnte, mussten sich die Hausbesitzer mit Folien aushelfen, um die Dächer regensicher zu machen. So auch Regina und Michael Koch vom Marienhof: "Alle Dächer, auch die der Bestallungen sind kaputt." Die Photovoltaikanlage auf der Reithalle habe einiges abgefangen, so dass es dort wenigstens noch trocken sei und das Stroh gelagert werden könne. Die Pferde bleiben einstweilen auf der Koppel. "Momentan ist Notstand", erzählt Regina Koch, "so etwas habe ich noch nie erlebt. Die Hagelkörner waren wie Steine. Es ist nur gut, dass es nicht so lange geregnet hat."

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