„Netzwerk für Vielfalt“ ist auf den Weg gebracht

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Der Anfang ist gemacht: Vertreter von fünf Organisationen brachten das „Netzwerk für Vielfalt und Akzeptanz“ auf den Weg.  Foto: 

Das regionale  „Netzwerk für Vielfalt und Akzeptanz“ wird in den nächsten Monaten entstehen und wachsen. Bei der ersten Zusammenkunft am Freitag wurden die weiteren Schritte und die Idee einer gemeinsamen Messe mit Infoständen, Vorträgen und Musik besprochen.

Das Anliegen, Initiativen, die sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung  engagieren, besser zu vernetzen, wird von mehreren Organisationen geteilt. Bei einem ersten Treffen zum Kennenlernen und Gedankenaustausch waren fünf davon anwesend. Zehn weitere haben schon grundsätzliches Interesse angekündigt, waren aber aus terminlichen Gründen verhindert.

Neben den Initiatoren vom „Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten, Bisingen“ und dem „AKUuD“, der sich in der Jugendkulturarbeit engagiert, gaben noch das Sozialforum Tübingen, der Kreisverband Zollernalb von „Bündnis 90/Die Grünen“ und die Regionalstelle des „Demokratiezentrums Baden-Württemberg“ dem neuen Netzwerk Impulse und Starthilfe. Mittel- und langfristig soll die Plattform allen Initiativen offenstehen, die sich gegen Menschenfeindlichkeit in jedweder Form engagieren.

Ausgrenzung und Diskriminierung, so waren sich die Protagonisten einig, sind weder politisch noch moralisch noch gesellschaftlich hinnehmbar. Sie beginnen oft schon ganz subtil in Formen des Mobbings im Kindergarten, der Schule, am Arbeitsplatz und im Alltag. 

Es bedürfe sowohl deutlicher öffentlicher Positionierung  ­gegen alle Formen der Menschenfeindlichkeit, und ebenso präventiver erzieherischer Maßnahmen und Gelegenheiten, sich in der individuellen Unterschiedlichkeit und Vielfalt ungezwungen kennenzulernen und Umgangsunsicherheiten zu über­winden.

Nach und nach sollen sich möglichst viele Menschen, Initiativen und Organisationen die sich in der einen oder anderen Weise für ein Miteinander in Würde, Toleranz und Akzeptanz engagieren, im Netzwerk zusammenfinden. Dabei ist es unerheblich, ob sich das Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Abwertung von Obdachlosen, Abwertung von Behinderten, Islamfeindlichkeit, Sexismus, Etabliertenvorrechte, Abwertung von Langzeitarbeitslosen, Abwertung von Flüchtlingen, Antiziganismus („Zigeunerfeindlichkeit“) oder eine andere Form der Diskriminierung richtet.

Das nächste Treffen wird am Sonntag, 14. Januar, 11 Uhr, in Form eines Arbeitsbrunchs wieder im Clubheim des Freizeitclubs stattfinden. Dabei soll es weiter darum gehen, sich informell besser kennen und verstehen zu lernen sowie strukturell zu vernetzen.

Größere gemeinsame Veranstaltungen könnten dann auch schon bald folgen.   So wird weiter über  einen Fachtag und eine Messe für Vielfalt und Akzeptanz mit Informations- und Aufklärungsständen, Filmen, Workshops und Vorträgen nachgedacht.

Am Abend könnte ein Konzert mit politisch eindeutigem Inhalt einen geselligen kulturellen Schlusspunkt unter die Veranstaltung setzen.

Eine digitale Informations- und Kommunikationsmöglichkeit soll eingerichtet werden. Bis dahin steht Ronja Flegr unter ronja-flegr@t-online.de als Anlaufstelle zur Verfügung.

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