Ein Tag für die Betreuer von der Zollernalb

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Wenn sich erwachsene Personen aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr allein versorgen können und keine entsprechende Bevollmächtigung vorliegt, bedarf es einer Person, die diesen Menschen zur Seite steht.

Manchmal kommt diese Situation ganz plötzlich, zum Beispiel  durch einen Schlaganfall oder einen Unfall. Manchmal ist es ein schleichender Prozess, bei dem irgendwann die Hilfe beim Einkaufen nicht mehr ausreicht und somit auch eine rechtliche Vertretung des Betroffenen nötig wird, zum Beispiel eine Demenzerkrankung, eine psychische Erkrankung oder eine schwere Depression.

Die Anordnung einer Betreuung erfolgt über die Betreuungsgerichte bei den zuständigen Notariaten im Landkreis. Oft übernehmen Verwandte oder Bekannte oder Ehrenamtliche diese Aufgabe. Lediglich in einem Viertel der Fälle werden hauptamtliche Betreuer (Berufsbetreuer) eingesetzt.

Derzeit werden im Zollernalbkreis über 1500 Personen rechtlich betreut. Die Betreuer finden Hilfe bei den beiden Betreuungsvereinen im Kreis.

Der Betreuungsverein der Lebenshilfe Zollernalb hat sich auf Ehrenamtliche spezialisiert, die geistig behinderte Menschen betreuen.

Der SKM-Zollern (Katholischer Verein für soziale Dienste im Dekanat Zollern e.V.) widmet sich eher Betreuern, die psychisch erkrankten und älteren Menschen helfen.

Beide Vereine vermitteln auch ehrenamtliche Betreuer und bieten Beratung, Begleitung und Seminare zur Aus- und Fortbildung an. Die Betreuungsbehörde des Landkreises spielt unter anderem bei der Vermittlung der Betreuer eine zentrale Rolle.

Hilfe für 1500 Menschen

Als kleines Dankeschön und als Würdigung für die geleistete, ehrenamtliche Hilfe veranstalten die Betreuungsvereine der Lebenshilfe Zollernalb und des SKM-Zollern gemeinsam mit der Betreuungsbehörde des Landkreises dieses Jahr zum fünften Mal einen Betreuertag.

Am kommenden Dienstag, 10. Oktober, sind Betreuer mit ihren Partnern und Interessierte in die Hohenzollernhalle nach Bisingen eingeladen. Um 18.30 Uhr startet das Programm mit einem Imbiss und nach der Begrüßung durch Dorothee Müllges, Sozial- und Rechtsdezernentin des Zollern­albkreis, hält Michael Falkenbach seinen humorvollen Vortrag „Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht – mit Humor mühelos Stress abbauen“.

Michael Falkenbach ist seit vielen Jahren erfolgreich im ganzen „Ländle“ unterwegs. Er begegnet den ernsten Themen des Lebens mit Humor.

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