Ein ganzer Stapel Hausaufgaben

Die Schülerzahlen an der Werkrealschule brechen ein. Auf Bisingen wartet eine gewaltige Aufgabe. Wie soll die Zukunft des Schulstandortes aussehen? Am Donnerstagabend gab es einen ersten Runden Tisch.

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WM-Freude herrschte in Bisingen beim Grundschulturnier, Sorge bereitet derzeit die Werkrealschule.

Die Schullandschaft im Lande ist im Umbruch. Die Tendenz ist klar: Seitdem es die verpflichtenden Grundschulempfehlung nicht mehr gibt, die Eltern frei wählen dürfen, auf welche weiterführende Schule sie ihr Kind schicken, brechen die Zahlen an den Haupt- (wo sie es denn überhaupt noch gibt) und Werkrealschulen ein.

Auch Bisingen bekommt das zu spüren. Gerade noch neun Schüler sind für die nächste fünfte Klasse der Werkrealschule angemeldet worden. Das ist entschieden zu wenig. Der Klassenteiler liegt in der Regel bei 16. Noch aber gibt es die Klasse, Eltern dürfen beruhigt sein. Das Land gibt den Kommunen, die die Mindestzahl unterschreiten, zwei Jahre lang Zeit, nach einer Lösung zu suchen.

Daran muss sich die Gemeinde als Schulträger jetzt allerdings auch machen. Dabei hatte Bisingen schon in den vergangen Jahren viel dafür getan, den Schulstandort attraktiv zu gestalten. Viele Millionen Euro waren in die grundlegende Sanierung des Schulzentrums und den Umbau zur Ganztagstauglichkeit investiert worden - und an diesem Schul-"Konzept 2018" wird weiter intensiv gearbeitet.

Das Bisinger Schulzentrum umfasst die Grund- und Werkrealschule, die Realschule und die Astrid-Lindgren-Förderschule. Die Realschule meldet wie bislang zwei Klassen für die nächste fünfte Jahrgangsstufe, ist damit stabil zweizügig.

Die Gespräche zwischen Schulamt und der Gemeinde als Schulträger laufen seit dem Frühjahr, seitdem die Anmeldezahlen feststanden. Am Donnerstagabend gab es einen ersten Runden Tisch. Schulamtsleiter Gernot Schultheiß informierte Schulträger, Gemeinderäte, Rektoren- und Konrektoren sowie die Elternbeiräte grundlegend. Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger hatte zudem seinen Grosselfinger Kollegen Franz Josef Möller und die Rektorin der Grosselfinger Grundschule, Gabriele Klein, dazu gebeten. Bisingen und Grosselfingen bilden schließlich eine Raumschaft. Die Außenstelle der Bisinger Werkrealschule in Grosselfingen wurde bereits wegen Schülermangels geschlossen.

Gleich nach der Sommerpause soll das Thema dann auf die Tagesordnung des Gemeinderates. "Das Schulamt braucht von uns erst einmal den Beschluss", so Bürgermeister Waizenegger, "dass wir in die Schulentwicklung einsteigen." Denn nur dann wird das Land der fünften Jahrgangsstufe der Werkrealschule die Schonfrist gewähren.

Es ist eine sicher keine einfache Aufgabe, die die Gemeinde Bisingen vor sich hat. Bürgermeister Waizenegger will es aber auch durchaus "als Chance" sehen, "gemeinsam die Zukunft von Bisingen aktiv zu gestalten". Schließlich sei das Bisinger Schulzentrum "top", was die pädagogische Arbeit sowie das räumliche Konzept und die Ausstattung angehe. Mit Blick auf den morgigen WM-Sonntag sprach Waizenegger sogar von "weltmeisterlich".

Wie die Zukunft des Bisinger Schulzentrums aussehen soll, ist im Augenblick noch völlig offen. Doch der Weg zu einer Lösung soll "sehr transparent" sein, verspricht Waizenegger. Schließlich sollen am Ende möglichst alle hinter dem Konzept stehen.

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