Drei auf einen Streich

Wenn nur das frühe Aufstehen für die vielen Lesereisen nicht wäre. . . Die Bisingerin Judith Le Huray hat sich ihren Traum erfüllt - und sich als Kinder- und Jugendbuchautorin etabliert.

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Viele versuchen es, die allerwenigsten schaffen es: als Autor auch tatsächlich ein Auskommen zu haben. Die Bisingerin Judith Le Huray gehört zu denjenigen, die sich durchgesetzt haben. In diesem Herbst erscheinen gleich drei neue Bücher von ihr. "Es läuft also", freut sie sich.

Geschrieben hat sie ja eigentlich immer schon gerne. Bereits als Sechsjährige versuchte sie sich mit Detektivgeschichten. Doch beruflich ging sie andere Wege. Jahrelang arbeitete sie als ausgebildete Erzieherin in Kindergärten. 1992 erfüllte sie sich einen (zweiten) Traum und eröffnete in Bisingen ein eigenes Tanzstudio, in dem sie erfolgreich Kindertanz, Jazztanz, Stepptanz und Ballett unterrichtete.

Doch den Wunsch zu schreiben hat sie nie ganz aufgegeben. Als Geburtstagsgeschenk für ihr Patenkind verfasste sie "Hannah und das Zauberwesen", die erste von "Hannahs Nachtgeschichten", die 2007 schließlich in Buchform erschienen. Damit war Judith Le Hurays Ehrgeiz erwacht. Und sie zeigte Durchhaltewillen: klapperte die Verlage ab, schrieb weitere Bücher, ließ sich auch durch Absagen nicht entmutigen.

Waren die ersten drei ihrer Bücher noch Eigenveröffentlichungen, so hat Judith Le Huray für ihre sieben weiteren Verlage gefunden. Ihr Tanzstudio hat sie inzwischen geschlossen - ein Nachfolger fand sich leider nicht -, nur einmal in der Woche noch, jeweils montags, gibt sie Tanzunterricht, "um in Bewegung zu bleiben". So bleibt auch Zeit für die vielen Lesereisen, die sie inzwischen unternimmt. Gut 60 Tage im Jahr ist sie unterwegs, reist durch ganz Deutschland und in die nahe Schweiz. Kürzlich, in einem Hotel in Zürich, kam sie mit bekannten Kollegen wie Antonia Michaelis, Tobias Elsässer oder Klaus-Peter Wolf schnell ins Plaudern.

Judith Le Huray mag es, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Sie kann sich gut auf ihre jungen Leser einstellen, passt die Satzkonstruktionen entsprechend an. Einfach zu schreiben, trotzdem witzig und spannend - dies gelingt nicht jedem.

So trifft der jugendliche Leser auf freche Mädchen mit Problemen (wie in "Verliebte Blindschleiche), fiebern Erstleser (2. und 3. Klasse) mit den jungen Detektiven in "Pampino" mit oder stecken in "Das Dreierpack und der böse Wolf" plötzlich mitten in einem Märchen. Im Januar folgt das nächste Jugendbuch: "WirNetz.de" ist ein spannender Roman für die 5. bis 7. Klasse über die Gefahren sozialer Netzwerke.

Info Lust auf Leseproben? Einfach anklicken: www.judith-lehuray.de

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