Die Schulden sind noch lange nicht beglichen

Um die Schulden für das Probelokal abzubezahlen, muss der Förderverein des Musikvereins noch weiter eifrig sammeln und Mitglieder werben.

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Auch wenn alle Baumaßnahmen am Probelokal des Musikvereins inzwischen abgeschlossen sind, die Schulden sind noch lange nicht beglichen. Bei der Hauptversammlung des Fördervereins listete Dehner auf: 1220 Stunden seien im abgelaufenen Vereinsjahr in den Förderverein investiert worden.

Der Unterhalt des Probelokals könne erfreulicherweise aus den laufenden Einnahmen bestritten werden. Diese sind sogar höher als erwartet. Denn das Probelokal wird nicht nur vom Musikverein selbst genutzt. Neben den Musikproben von Stammorchester, Jugendkapelle, Kreisseniorenorchester und der Lumpenkapelle "Daagdieab", finden hier Veranstaltungen des Kreisverbandes oder der Jugendmusikschule statt. Der Musikverein selbst organisiert schon mal einen "Schottischen Abend", lädt zur Vatertagshockete und zum Jugendkonzert. Zudem werden die Räumlichkeiten auch an Privatpersonen vermietet. Dehner sprach von einer "beispielhaften Auslastung". Für ihn ist ganz klar: "Das Probelokal hat sich auf jeden Fall gelohnt."

Dehner erinnerte er an die Vielzahl der Aktivitäten, mit denen der Förderverein versucht, Geld für die Abbezahlung der Schulden zusammen zu bringen. Da wird in der Hohenzollernhalle bewirtet, da werden Tintenpatronen und Tonerkartuschen gesammelt. Und auch beim Bisinger Weihnachtsmarkt ist der Förderverein vertreten.

Im vergangenen Jahr investierte der Förderverein in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Anlage trage sich, so Dehner, durch die Energiespeisevergütung selbst.

Doch es gibt auch ein Problem: Denn eingetreten sei leider auch, was von Anfang an prophezeit - und daher vorsorglich beim Finanzierungskonzept vor acht Jahren bereits berücksichtigt - wurde: Die Mitgliederzahl sinkt, von den einstigen 306 sind nur noch 204 dabei. "Viele Mitglieder denken, mit der Inbetriebnahme des Probelokals sei das Ziel erreicht und kündigen ihre Mitgliedschaft." Daher müsse offen kommuniziert werden, meinte Dehner, dass der Musikverein immer noch 180 000 Euro abbezahlen muss. Weitere Mitglieder müssen geworben werden, um den Abwärts- in einen Aufwärtstrend zu wandeln.

Die Einnahmen seien zwar noch als positiv zu werten, allerdings unter anderem auch dank größeren Spenden von Seiten Leo Stifels und Andreas Holochers sowie zusätzlicher Bewirtungen fremder Veranstaltungen. Ein Überschuss konnte verbucht werden. Die Zahlungen von Zins und Tilgungsraten, rund 9000 Euro pro Jahr, seien nicht gefährdet, aber Kapital für etwaige Sondertilgungen stehe nicht zur Verfügung.

Kassiererin Brigitte Dehner war bei der Hauptversammlung verhindert. Heinz Domhart und Elmar Vogt hatten die Kasse geprüft. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Bürgermeister Joachim Krüger erinnerte an die Zeiten, als der Musikverein eben noch keine eigene Bleibe gehabt habe. Er ist zuversichtlich, dass die Schulden durchaus in den nächsten zehn bis 20 Jahren beglichen werden können. Ohne den Musikverein Bisingen, betonte Krüger, wäre auf kultureller Seite vieles nicht möglich.

Bestätigt wurden an diesem Abend Wolfram Dehner als Vorsitzender, Brigitte Dehner als Kassiererin, Jörg Wahl als Pressewart und Heinz Domhardt als Kassenprüfer.

Und auch Ehrungen standen an. Seit zehn Jahren Mitglied im Verein sind Adelbert Bross, Peter Dahm, Daniela Hemming, Otto Holloch, Anton Lohmüller, Michael Mayer, Robert Ruiz, Kiryakos Sarikcioglu, Brigitte Schneider und Rose Volm.

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