Auf den Spuren des heiligen Fidelis von Sigmaringen

Auf den Spuren des heiligen Fidelis von Sigmaringen pilgerten die beiden Seelsorgeeinheiten Bisingen-Grosselfingen und Rangendingen.

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Mit vielen schönen Eindrücken bereichert kehrten die Pilger zurück in ihre Heimatorte. Privatfoto

Bekanntlich werden die beiden noch selbstständigen Seelsorgeeinheiten Bisingen-Grosselfingen und Rangendingen am 1. Januar 2015 zu einer großen Kirchengemeinde "Bisingen-Grosselfingen-Rangendingen" zusammengefasst.

Bereits vor einem Jahr hatten Vertreter aller Pfarrgemeinderäte auf einem Klausurwochenende im Kloster Heiligkreuztal beschlossen, die rechtliche Fusion durch ein besonderes geistliches Ereignis vorzubereiten. Die Idee der Klausurteilnehmer, nach Sigmaringen zu fahren und dort auf den Spuren des Landespatrons St. Fidelis zu wandeln, fand seinerzeit die Zustimmung aller Beteiligten. Bei einer eintägigen Pilgerfahrt sollten die Gläubigen beider Seelsorgeeinheiten Gelegenheit haben, sich kennen zu lernen. Nach knapp einstündiger Busfahrt erreichten die 50 Pilger unter der Leitung von Pater Artur Schreiber am späten Vormittag die Donaustadt. In der Hauskapelle des Fidelishauses - dem Gebäude, in dem der Heilige am 1. Oktober 1578 geboren und später aufgewachsen ist - feierten die Gläubigen zu Ehren ihres Landespatrons die heilige Messe. In seiner Predigt, in der zunächst das Leben und Martyrium des als Markus Roy geborenen Kapuzinerheiligen skizziert wurde, rief Pater Artur den Pilgern die Bedeutung des Ordensnames "St. Fidelis" - zu deutsch: der Treue - in Erinnerung. Der heilige Fidelis habe, so Pater Artur, seinem Namen alle Ehre erwiesen, als er seinen Glauben auch in höchster Bedrängnis nicht verleugnete, sondern diesen standhaft verteidigte. Am 24. April 1622 wurde er von einer Gruppe aufständischer Bauern unweit der Seewiser Kirche in Graubünden grausam erschlagen.

Nach dem gesungenen feierlichen Te Deum und dem bekannten alten Fidelislied durften die Pilger in der Kapelle die bis heute erhaltene Fideliskanzel aus Seewis und zwei gefasste Fidelisreliquien bestaunen. Im nahe gelegenen Gasthaus "Traube" konnten sich die Wallfahrer beim gemeinsamen Mittagessen stärken. Das zu Lebzeiten des heiligen Fidelis noch unter der Bezeichnung "Adler" bekannte Gasthaus wurde ursprünglich von den Eltern des Landespatrons bewirtschaftet.

Eine mehr als einstündige Stadtführung vermittelte einen umfassenden Eindruck über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Schönheiten der Sigmaringer Altstadt. Natürlich durfte auch ein Besuch der Stadtpfarrkirche St. Johann nicht fehlen, dort wird unter anderem ein kostbares Armreliquiar des heiligen Fidelis aufbewahrt. Auch die berühmte Fideliswiege, in der nach altem Brauch die Kinder nach der Taufe kurz hineingelegt werden, wurde besichtigt. Ein Abstecher zur auf einer Anhöhe gelegenen Josefskapelle - mit wunderschönem Kuppelfresko und Altarbild - eröffnete den Pilgern schließlich einen traumhaften Blick auf die Donaustadt mit ihrem bekannten Hohenzollernschloss.

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