Weltmeister Huck und Herausforderer Arslan zeigten Respekt

Von gegenseitigem Respekt war das erste Aufeinandertreffen von Box-Weltmeister Marco Huck aus Berlin und seinem Herausforderer Firat Arslan aus Donzdorf am Dienstag im ostwestfälischen Halle geprägt.

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1:0 für Arslan: Titelverteidiger Marco Huck (l.) wich beim Gegenüberstehen mit Firat Arslan als Erster zurück.  Foto: 

In entspannter Atmosphäre zeigten sich Cruiser-Gewichtsweltmeister Marco Huck und sein Herausforderer und Ex-Weltmeister Firat Arslan aus Donzdorf am Dienstag vor zahlreichen Pressevertretern. Am Samstag, 3. November, steigt im Gerry-Weber-Stadion im ostwestfälischen Halle der große Kampf zwischen den beiden Top-Boxern. Die ARD zeigt das Duell in einer Liveübertragung.

"Ich wäre lieber nicht gegen Firat angetreten. Er ist menschlich sehr sympathisch. Ich habe seine letzten Kämpfe gesehen und weiß, dass er ein verdammt starker Gegner ist", sagte der amtierende Weltmeister. Der ehemalige WBA-Champ Arslan gab den Spielball auf der Pressekonferenz artig zurück: "Ich zolle Marco großen Respekt, dass er freiwillig gegen mich in den Ring steigt. Die anderen Weltmeister wollten mir diese Möglichkeit nicht geben."

Beide wissen um die Schwere der Aufgabe, beide sind aber gewohnt optimistisch. "Hier bin ich Weltmeister geworden, und hier habe ich meinen Titel schon einmal verteidigt. Aber jetzt habe ich ein ganz besonderes Ziel. Wenn ich den WM-Gürtel zum zehnten Mal verteidige, bin ich WBO-Super-Champion", sagte der 27-jährige Huck. Damit wäre er der erste deutsche Cruisergewichts-Weltmeister überhaupt, dem dieses Kunststück gelingt. Der 42 Jahre alte Arslan meinte: "Marco verfügt über große Schlagkraft, aber ich glaube trotzdem an meinen Sieg. Denn ich bin härter als die Schläge, die auf mich einpreschen."

"Es wird ein sehr emotionaler Fight. Firat verfügt über einen außergewöhnlichen Glauben und eine extreme Willensstärke", erklärte Arslans Trainer Dieter Wittmann.

Thomas Künzel, der Organisator im Team von Firat Arslan, war überrascht von der "sehr entspannten und lustigen Pressekonferenz", wie er sagte: "So etwas habe ich noch nicht erlebt." Weder Huck noch Arslan spuckten am Dienstag, wie es so oft vor großen Boxkämpfen vorkommt, große Töne. "Der Respekt voreinander ist einfach zu groß", analysiert Künzel. Etwas verwundert war Künzel darüber, dass weder Huck noch dessen Trainer Ulli Wegner den freiwilligen Titelverteidigungskampf gegen Arslan gewollt haben. "Auf der Huck-Seite besteht offenbar großer Bammel", vermutet Künzel. Hucks Trainer Wegner geht von einem spannenden Kampf aus. Er glaubt, dass es für seinen Schützling gegen Arslan nicht leicht wird, "denn Firat setzt auf Kraft und Kondition".

Zwei Siege hat Künzels Schützling schon davongetragen: Beim direkten Gegenüberstehen der beiden Boxprofis war es Huck, der zuerst zurückgewichen ist. Im Anschluss an die Pressekonferenz sammelte die ARD Filmmaterial für einen Trailer, der vor dem Boxkampf den Zuschauern gezeigt werden soll. Dabei spielten Huck und Arslan unter anderem auch Tischkicker gegeneinander. Der Deutsch-Türke aus Donzdorf gewann mit 10:2. Von einem solch klaren Sieg träumt der Herausforderer auch im Kampf um die Box-WM-Krone am 3. November in Halle.

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