Segelflieger Helmut Kölle wird DM-Dritter

Mit der Drei als Glückszahl in die Nationalmannschaft: Segelflieger Helmut Kölle von der Fliegergruppe Geislingen hat bei der Deutschen Meisterschaft in der Clubklasse den dritten Platz belegt.

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Die Segelflieger der Fliegergruppe Geislingen können wieder einmal einen großen Erfolg feiern. Vereinsfluglehrer Helmut Kölle schaffte in den beiden vergangenen Wochen bei der Deutschen Segelflugmeisterschaft in Lüsse bei Berlin den Sprung aufs Treppchen. Nach sieben schwierigen Wertungstagen musste er sich nur den beiden Sachsen Thomas Melde und Kai Glatter geschlagen geben. Er landete somit auf Platz drei und ist damit Mitglied der deutschen Nationalmannschaft für die nächsten zwei Jahre. Die Drei erweist sich dabei als magische Zahl.

Das Team von Helmut Kölle bestand aus drei Generationen: Als Ratgeber, Helfer und Rückholer reiste Vater Helmut Kölle senior mit. Der 87-Jährige fühlte sich im Kreise der Segelflieger in Lüsse sehr wohl und sorgte dafür, dass alle im Team auf dem Boden der Tatsachen blieben. Dies ist sehr wichtig, vor allem wenn die ersten Tage im Wettbewerb sehr gut laufen. Schon oft sind die Ersten des Wettbewerbsbeginns an den Folgetagen nach hinten durchgereicht worden. Die zweite Generation bestand aus Pilot Helmut Kölle jun. und als dritte Generation waren dessen Kinder Janina und Christoph mit von der Partie.

Janina war eher für die moralische Unterstützung des Vaters zuständig. Es gibt im Laufe eines solch langen und harten Wettbewerbs viele Hochs und Tiefs, die ein Pilot zu durchleben hat. Hier ist es von großem Vorteil, eine Berufsoptimistin an seiner Seite zu haben, die auch noch einen 20. Tagesplatz als Sieg darstellen kann. "Mit dieser Unterstützung startet man am nächsten Tag mit ein paar Stundenkilometern Rückenwind", sagt Pilot Helmut Kölle.

Der dritte und wichtigste Helfer war Sohn Christoph. Als gelernter Leichtflugzeugbauer war er für die gesamte Technik während des Wettbewerbs verantwortlich. Auf ihn konnte sich der Pilot "hundertprozentig verlassen". Wenn Helmut Kölle morgens auf den Flugplatz kam, war der Flieger komplett aufgerüstet, gereinigt und poliert. Die elektrischen Systeme liefen. Das Navigationssystem war mit der Tagesaufgabe programmiert. "Eigentlich musste ich nur einsteigen und fliegen", beschreibt der Pilot den Service, obwohl er gewohnt ist, selbst nach allem zu schauen.

Die dritte Drei war das Flugzeug selbst. Die Standard-Libelle des Fördervereins für Streckensegelflug Baden-Württemberg hat Kennbuchstaben und -zahlen zur Identifizierung am Seitenleitwerk. BW3 für Baden-Württemberg Nummer 3. Sie ist eines von fünf Flugzeugen, die der Förderverein ambitionierten Piloten für die Teilnahme an Wettbewerben und Meisterschaften kostenlos zur Verfügung stellt. Obwohl der Flieger schon über 30 Jahre alt ist, steht er optisch und technisch in sehr gutem Zustand da. Seine Flugleistungen sind wettbewerbsfähig und die Flugeigenschaften sind legendär. Es handelt sich um einen Prototypen, der damals von der Firma Glasflügel, Schlattstall, als Versuchsträger gebaut wurde.

Nach dem Erfolg ist zunächst mal Ruhe angesagt. Helmut Kölle will "erst mal ein paar Tage nicht fliegen". Dann kommt die konstituierende Sitzung der neuen Nationalmannschaft in Frankfurt mit Bundestrainer Uli Gmehlin "und dann schaun mr mol", sagt er. Als großes Ziel gilt derzeit für ihn ein guter Platz bei der Europameisterschaft 2015 in Rieti.

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