Olympiasiegerin setzt auf Heimschanze die erste Marke

Lokalmatadorin Carina Vogt und Katharina Althaus mit 77 sowie Markus Eisenbichler mit 80 Metern springen in Degenfeld am weitesten.

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Olympiasieger Andreas Wank schwebt über die Degenfelder Baumwipfel hinweg. Der 29-Jährige vom SC Hinterzarten landete beim Eröffungsspringen von der neuen 75 Meter-Schanze auf dem zweiten Platz des Top-Feldes.  Foto: 

Rekordträchtig zeigte sich das Eröffnungsspringen auf der neuen 75 Meter-Mattenschanze des Skiclubs Degenfeld. Olympiasiegerin und Vierfach-Weltmeisterin Carina Vogt und ihre Nationalmannschaftskollegin Katharina Althaus mit 77 Metern bei den Damen und Weltmeister Markus Eisenbichler mit 80 Metern sind die ersten Schanzenrekordhalter nach einem ausgezeichneten Wettkampf vor der Rekordkulisse von 4000 Zuschauern.

Einen Traumtag hatte sich der rührige Klub um seinen Vorsitzenden Frank Ziegler ausgesucht, um den in Massen strömenden Zuschauern ein hochklassiges Starterfeld um die Olympiasieger Carina Vogt und Andreas Wank zu präsentieren. Am Ende gingen 129 Springerinnen und Springer im ersten Durchgang über den Bakken des neuen Schmuckstücks, der nun größten Schanze in Württemberg. Aufgrund des großen Feldes erreichten in den Schüler- und Jugendklassen nur die Besten den Finaldurchgang.

Eine strahlende Carina Vogt setzte zunächst den Schanzen-Eröffnungssprung auf 75 Meter, gestand bei allen Erfolgen ihre Nervosität und machte den zahlreichen applaudierenden Fans ein großes Kompliment: „Ich habe noch nie so eine Kulisse erleben dürfen.“ Im anschließenden Wettkampf wurde der 25-jährigen Olympiasiegerin, die in Durchgang eins bei 72 Metern landete, nichts geschenkt. Svenja Würth aus Baiersbronn, mit Vogt Mixed-Teamweltmeisterin, gewann mit 74,5 und 76 Metern vor Ka­tharina Althaus (SC Oberstdorf/77 und 70,5 m) und der Lokalmatadorin, die im zweiten Durchgang wie Althaus im ersten mit der Schanzenrekordweite aufwartete. Auf Rang acht kam Franziska Keller (SCD/53 und 48 m).

In starker Frühform am Beginn einer langen olympischen Saison zeigte sich Markus Eisenbichler vom TSV Siegsdorf. Der Bayer, seit März in Planica deutscher Rekordhalter mit 248 Metern, sprang in beiden Degenfelder Durchgängen mit 78,5 und 80 Metern am weitesten und nahm damit mit zehn Punkten Vorsprung den Sieg und den Schanzenrekord mit nach Hause. Rang zwei belegte Andreas Wank (SC Hinterzarten) mit 76 und 78 Metern vor ­Adrian Sell (SV Meßstetten) mit 76 und 76,5 Metern, dahinter reihten sich die Kaderathleten Stephan Leyhe (Willingen), Karl Geiger (Oberstdorf), Jonathan Siegel  (Baiersbronn) und Richard Freitag (Aue) mit äußerst knappen Punktabständen ein. Auf den Positionen zehn bis zwölf erhielt das Degenfelder Trio Axel Mayländer (74 und 75 m), Dominik Mayländer (73,5 und 74,5 m) und Tim Fuchs (69 und 71 m) viel Beifall vom gut gelaunten Publikum beim sportlichen Familienfest.

Das Feld der Herren B dominierten Lokalmatadoren: Jan Mayländer (76 und 77,5 m), der seine Karriere damit zugunsten des Studiums beendete, gewann vor Bernd Heinzmann (72,5 und 77,5) und dem Meßstettener Michael Klöckner (75 und 74 m), Sechster und Siebter wurden vom SCD Bastian Mack (71 und 69,5 m) und Michael Köhler (67 und 69 m).

Hatte Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes, vor dem Wettkampf den SC Degenfeld und den hier angesiedelten Stützpunkt als „Keimzelle des Skisprungsports“ geadelt, war ein überaus engagierter wie erschöpfter Vereinsvorsitzender nach dem Siegersprung einfach nur glücklich. „Besser kann ein solcher Tag nicht über die Bühne gehen. Es gab keinen Sturz, die sportlichen Leistungen waren ausgezeichnet und so viele Zuschauer haben wir noch nie gehabt“, fasste Frank Ziegler das Eröffnungsspringen zusammen, „das ist eine schöne Belohnung für den gesamten Einsatz.“

Eröffnung Landes-Kultusministerin Susanne Eisenmann, Gmünds OB Richard Arnold, DSV-Präsident Franz Steinle, Ostalb-Landrat Klaus Pavel und WLSB-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis fanden bei der Auftaktzeremonie der Schanzeneröffnung viele lobende Worte für den Skiclub Degenfeld und seine Athleten.

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