Skiclub weiht neue Schanze ein: Olympiasiegerin darf zuerst

Der Skiclub Degenfeld weiht am Sonntag seine neue 75 Meter-Mattenschanze mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld rund um Carina Vogt ein.

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Der große Moment im Jahr 2014: Carina Vogt vom SC Degenfeld ist Olympiasiegerin – am Sonntag geht die 25-Jährige als Erste über den Bakken der neuen Schanze.  Foto: 

Olympiasiegerin Carina Vogt wird den ersten offiziellen Sprung von der neuen Degenfelder Mattenschanze absolvieren – bei ihrem Heimatverein laufen seit Wochen die Vorbereitungen für das kommende Einweihungswochenende mit dem Höhepunkt eines hochkarätig besetzten Eröffnungsspringens am Sonntag im Anschluss an die Auftaktzeremonie um 13 Uhr. Unter mittlerweile über 100 Teilnehmern ragen der zweite Olympiasieger Andreas Wank und die mit Weltmeister-Ehren versehenen Svenja Würth, Richard Freitag und Markus Eisenbichler (zudem deutscher Rekordhalter mit 248 Metern) ebenfalls heraus.

Sichtlich überrascht von dem immensen Interesse der Athleten zeigen sich kurz vor dem Groß­ereignis die Degenfelder Verantwortlichen um den SC-Vorsitzenden Frank Ziegler, allein die nationale Rückmeldung aus einer Vielzahl von Vereinen ist gewaltig. Alle namhaften Wintersport-Klubs, die sich dem Skispringen verschrieben haben, stehen auf der Meldeliste – von Klingenthal bis Baiersbronn und Oberstdorf. Natürlich sind auch die heimischen Degenfelder, neben der viermaligen Weltmeisterin Carina Vogt unter anderem Junioren-Weltmeister Tim Fuchs, mit von der Partie. Dazu stoßen werden in der Startphase einer olympischen Wintersaison mit dem Höhepunkt im südkoreanischen Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) Springer aus Slowenien, Frankreich und der Schweiz. Frank Ziegler gesteht: „Wir haben nur Startnummernsätze bis zur Nummer 120.“ Ermittelt werden unter den Augen der Bundestrainer Andreas Bauer (Damen) und Werner Schuster (Herren) sowie von Horst Hüttel, Sportlicher Leiter für das Skispringen im Deutschen Skiverband, die Sieger in den jeweiligen Altersklassen vom Schüler- bis in den Herren- und Damenbereich, am Ende wird es von „Stadionsprecher“ Hans-Peter Pohl, selbst Olympiasieger in der Nordischen Kombination und mittlerweile TV-Kommentator, die ersten Schanzenrekorde zu vermelden geben, die im Bereich um die 80 Meter liegen dürften. Die neue Schanze mit einer Edelstahl-Anlaufspur mit Keramik- noppen weist einen Konstruktionspunkt von 75 Metern und eine Hillsize von 83 Metern auf.

Fest steht bereits vor dem Beginn des Fest-Wochenendes, dass diese Schanzeneröffnung die bislang größte organisatorische ­Her­ausforderung in der 95-jährigen Vereinsgeschichte darstellt.

Info Kinder ab vier Jahre (lange Kleidung nötig) können am Samstag und Sonntagvormittag auf der kleinen Mattenschanze „schnuppern“. Zudem ist das DSV-Spielmobil vor Ort.

Skispringen Am Sonntag um 13 Uhr findet die Eröffnungszeremonie mit Kultusministerin ­Susanne Eisenmann und Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes, statt. Anschließend beginnt der Wettkampf  der Springerinnen und Springer mit zwei Wertungsdurchgängen, die Siegerehrung findet im Festzelt statt. Bereits am Morgen ab 10 Uhr ist das Training angesetzt, ein freies Training bereits tags zuvor ab 10 Uhr.

Unterhaltung Heute ab 19 Uhr findet im Festzelt an der Schanze eine Party mit den „Albkrachern“ statt. Am Samstag ab 19.30 Uhr spielt die Band „More Fun“, gegen 20.30 Uhr gibt es eine Talkrunde mit prominenten Springern und Trainern. Am Sonntag ab 10 Uhr ist Frühschoppen-Zeit mit der Stadtkapelle Weißenstein. Parkplätze sind an den Schanzen vorhanden.

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