Punkt im Spitzenspiel aus der Hand gegeben

Im Spitzenspiel der Württembergliga trennten sich die FSG Donzdorf/Geislingen und die HSG Leinfelden/Echterdingen mit einem 21:21-Remis.

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Die FSG lag zwar ständig in Führung, musste aber fünfzehn Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer der aufopferungsvoll kämpfenden Gäste hinnehmen. Leinfelden/Echterdingen unterstrich damit erneut seine große spielerische Klasse, die 5:1 Punkte in der Rückrunde gegen die drei Erstplatzierten sind kein Zufall. Trotzdem bleibt die FSG weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze und der TSV Wolfschlugen fungiert nach dem 26:22-Erfolg im anderen Topspiel gegen die MTG Wangen weiterhin als hartnäckigster Verfolger.

Beide Mannschaften begannen von der ersten Sekunde an hoch konzentriert. Steffi Heilig war nicht nur für den Spielaufbau verantwortlich, sondern erzielte auch drei der ersten sechs Tore zur 6:3-Führung nach elf Minuten. Leinfelden ließ sich keineswegs beeindrucken, profitierte aber auch von einer Fehlwurfserie der FSG und war vier Minuten später beim 6:5 wieder dran. Danach bestimmten Abwehrreihen und Torhüterinnen den Spielverlauf. Heraustreten, um den Wurf zu verhindern, sofortiges Verschieben nach dem Weiterpassen, Körperkontakt suchen, um den schnellen Pass zu unterbinden, das zeigten beide Mannschaften fast wie aus dem Lehrbuch. Und das alles so fair, so dass die Schiedsrichter keine Zeitstrafe aussprechen mussten. 10:10 hieß es fünf Sekunden vor der Pause, ehe Maike Häußler den Ball zum 11:10-Halbzeitstand in die Maschen setzte.

Auch nach dem Wechsel setzte sich die intensive Partie nahtlos fort. Drei Nachlässigkeiten in der Defensive bügelte Selma Julevic im Tor aus, aber drei eigene technische Fehler der FSG verhinderten einen größeren Vorsprung. Bezeichnend für die weiterhin gute Defensive waren zwei Ballgewinne, die danach von Vanessa Hoffer sicher verwandelt wurden. Die Gäste antworteten postwendend wieder mit Treffern aus der Nahwurfzone. Beim 14:14 stockte den Zuschauern der Atem, denn Selma Julevic verletzte sich so schwer, dass sie nicht mehr eingesetzt werden konnte. Aber Sabine Patzke fügte sich sofort nahtlos ein und blieb bis zum Schluss ebenfalls ein glänzender Rückhalt.

Als sich auch Maike Häußler bei einem Torwurf verletzte, gab es erneut bange Mienen. Die FSG wirkte führungslos, aber Franziska Fabian übernahm in dieser Phase Verantwortung und brachte den Primus immer wieder mit Einzelaktionen in Führung. Acht Minuten vor Schluss erzielte sie den 21:18-Führungstreffer und als die Gäste auch noch eine Zeitstrafe erhielten, schien alles nach Plan zu laufen. Aber die FSG versemmelte drei weitere klare Chancen. Leinfelden nahm die Geschenke dankend an und erzielte fünfzehn Sekunden vor Schluss den Ausgleichstreffer.


FSG: Julevic, Patzke - Redieck, Heidinger (1), Pfisterer (3), Schurr, Heilig (3/1), Fabian (7), Munz (1), Hoffer (3), Häußler (3), Hendlmeier.

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