Leichtathleten bauen ab

Mit 313 Nennungen in der Bestenliste 2012 des Württembergischen Leichtathletikverbandes, darunter zwölf Top-Platzierungen, präsentiert der Kreisvorsitzende Uwe Seyfang eine zufriedenstellende Bilanz.

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Nico Schöbel steht nicht nur im Dreisprung in der württembergischen Bestenliste. Foto: Rolf Bayha

Was sich schon in der deutschen Bestenliste 2012 der Aktiven, Jugend und Kinder abgezeichnet hatte, bestätigte sich jetzt: An die großen Erfolge der Vorjahre kamen die Leichtathleten der Kreisvereine in der vergangenenen Saison nicht heran und hinken mit 366 Nennungen und zwölf ersten Plätzen hinterher. In seiner umfassenden Auswertung, die in den meisten Klassen einen deutlichen Abwärtstrend erkennen lässt, sieht Seyfang aber auch bemerkenswerte Ergebnisse und stellt die Top-Athleten und deren Leistungen in den Vordergrund.

So lobt er die Männerstaffel des TSV Bad Boll (Tim Seiffert, Eric Lehmann, Nico Gaedicke und William Schmohl) um ihren Trainer Harald Ruff, die in 43,22 Sekunden auf Anhieb den Sprung auf Platz fünf der Bestenliste schaffte. "Das gab es schon lange nicht mehr, dass die Staffel aus einem kleinen Verein kommt", freut sich der Leichtathletik-Chef. Keine Überraschung war für ihn der erste Rang des Filstäler Stabhochspringers Alexander Straub, der trotz seines schier endlos scheinenden Verletzungspechs 5,51 Meter übersprang. Knapp dahinter auf Rang vier hat sich sein Teamkollege Stephan Munz mit 5,36 Metern eingereiht.

Begeistert zeigt sich Seyfang vom erfolgreichen Comeback des Weitspringers Martin Münkle von der LG Filstal, der sich mit 7,64 Metern als Zweiter der Liste hinter Stefan Köpf von der LG Staufen (7,72) platzierte und nur knapp den Kreisrekord des Zehnkämpfers Michael Kohnle aus dem Jahre 1992 (7,70) verfehlte. "Ich denke, dass es bei der hohen Motivation von Martin nur eine Frage der Zeit ist, bis der Rekord fällt", sagt der Leichtathletik-Chef anerkennend.

Einziger Athlet der Jugend U20 mit Top-Eins-Platzierung ist Jakob Köhler-Baumann im Trikot der LG Filstal mit 5,20 Metern im Stabhochsprung, womit er sich auch den zweiten Platz auf deutscher Ebene verdiente. Den einzigen Podestplatz mit Rang drei in der U18 erzielte Teamkollege Jan Hafner, der mit dem Stab 4,11 Meter überquerte. Als "Nennungskönig" bezeichnet Seyfang die vielseitige Mehrkampfhoffnung Nico Schöbel der Klasse U16 (M15). Der Filstäler platziere sich im Dreispung (12,72) auf Rang zwei und im Hochsprung (1,84), im Vierkampf (2431 Punkte) und im Neunkampf (5229) jeweils auf dem dritten Rang der Liste. Herausragend mit den jeweils ersten Plätzen schnitten die Filstäler Mehrkampfmannschaften der U12 im Dreikampf (Klang-Schäffner-Kienle) mit 3438 Punkten und im Vierkampf (Klang-Kienle-Röhl) mit 4223 Punkten ab, wobei sich Kai Schäffner (M10) in der Einzelwertung im Dreikampf mit 1167 Punkten ebenfalls an die Spitze setzte.

Eine insgesamt "ordentliche Bilanz" bescheinigt Seyfang den Frauen. Unbedrängt hat die neue Kugelstoß-Hallen-Landesmeisterin Lena Urbaniak die Top-Platzierungen in ihrer Paradedisziplin (16,62) und im Diskuswurf (46,13) eingenommen. Dasselbe gilt für ihre Schwester Katinka (beide LG Filstal), die sich neben ihren ersten Plätzen mit der Kugel (15,01) und dem Diskus (51,54) auch noch auf der zweiten Position mit dem Speer (50,07) unter den absoluten Top-Athletinnen Württembergs einreihte. Nennungskönigin im Kreis ist die Jugendliche Sarah Geiger (U16) von der LG Lauter. Wie Nico Schöbel hat sich die Mehrkampf-Hoffnung elf Mal in der Bestenliste verewigt, unter anderem mit zwei Top-Platzierungen im Vierkampf mit 2243 und im Siebenkampf mit 3810 Punkten sowie mit jeweils dritten Plätzen im Weitsprung (5,50) und Kugelstoßen (13,36). Die überragende Athletin der U14 ist Sonja Hafner von der LG Filstal als beste Württembergerin im Stabhochsprung (3,21) und sieben weiteren Platzierungen, darunter fünf im einstelligen Bereich.

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