Auf heimischer Matte zwei Mal kalt erwischt

Zum letzten Saisonkampf empfing Ringer-Verbandsligist SV Ebersbach den KSV Neckarweihingen. Nach dem 19:6-Erfolg im Hinkampf sollte die Saison mit einem Sieg abgeschlossen werden. Doch es kam anders.

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Niklas Nutsch zeigte gegen Johann Penner seinen besten Saisonkampf.  Foto: 

Im Heimkampf gegen den KSV Neckarweihingen kassierten die Verbandsliga-Ringer des SV Ebersbach eine 11:19-Niederlage. Die Ebersbacher mussten in einigen Gewichtsklassen ihre Mannschaft umstellen. Drei Kämpfe wurden unerwartet verloren. Außerdem war aus Ebersbacher Sicht die ein oder andere Wertung des Unparteiischen nicht nachvollziehbar.

Dennoch kann Ebersbach mit Platz drei in der Endabrechnung zufrieden sein. Fast alle Ringer unterschrieben bereits direkt nach dem letzten Kampf die Lizenzverträge für die kommende Saison. Mit der ein oder anderen Verstärkung soll 2016 das Ziel Oberliga in Angriff genommen werden.

Stefan Weller (bis 57 kg/G) begann gegen Paul Schroth sehr verheißungsvoll und bestimmte den Kampf in der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit kam der Neckarweihinger besser in den Kampf und drehte ihn noch. So musste sich der SV-Athlet mit 2:8 nach Punkten geschlagen geben. (0:2/0:2)

Bogdan Krzyzanski (bis 130 kg/F) wollte sich für seine Niederlage vom Hinkampf gegen Przemslaw Maczak revanchieren. Dies gelang dem Ebersbacher eindrucksvoll. Er konnte sich als Punktsieger feiern lassen. (2:0/2:2)

Niklas Nutsch zeigte gegen Johann Penner seinen besten Saisonkampf. Der SVE-Athlet machte aus einem 0:4-Rückstand einen 7:4- Endstand. Der Ebersbacher befolgte gegen den Neckarweihinger die Anweisungen seines Trainers und kaufte durch die konsequente Ausführung der Armklammer seinem Gegner den Schneid ab und machte so die Sensation perfekt. (2:0/4:2)

Armin Turzer (bis 98 kg/F) zeigte gegen Calvin Fingerle eine tolle erste Halbzeit, indem der Ebersbacher seinen Kontrahenten immer wieder auskonterte und mit 9:1 in Führung ging. Dann baute der Ebersbacher ab und der Neckarweihinger holte eine Wertung, ehe er den Ebersbacher beim Stande von 9:8 in der fünften Kampfminute entscheidend schulterte. (0:4/4:6)

Jan Seidl (bis 66 kg/G) erwischte gegen Maximilian Schroth einen rabenschwarzen Tag. Der SVE-Athlet führte bereits klar mit 6:0, bevor der Neckarweihinger den Ebersbacher mit einem Kopfhüftschwung überraschte. Aus dieser Aktion heraus gab es dann kein Entrinnen mehr, so dass er eine Schulterniederlage hinnehmen musste. (0:4/4:10)

Pjotr Gabrynowicz (bis 86 kg/F) erging es gegen Philipp Bühler nicht viel anders. Der Kampf gestaltete sich für beide Akteure ziemlich offen. Nachdem der Neckarweihinger in Führung liegend am Mattenrand einen Beinangriff gestartet hatte, konterte der Ebersbacher diesen Angriff und wurde aus dieser Aktion wieder gekontert. Der SVE-Athlet vernahm in dieser Aktion einen Abpfiff des Kampfrichters und unterbrach den Kampf, was der Gästeathlet ausnutzte und den Heimringer schulterte. Völlig fassungslos musste er dann die Schulterniederlage kurz vor Ende der ersten Halbzeit hinnehmen. (0:4/4:14)

Oliver Müller (bis 66 kg/F) beherrschte den ehemaligen Weltklasseathleten Neculai Mihai nach Belieben. Der Ebersbacher kam mit Durchschlüpfern und Ankippern zu Punktgewinnen, bevor er seinen Gegner aus einem Beinangriff heraus im Boden mit einen Einsteiger am Rande einer Schulterniederlage hatte. Nach sechs Kampfminuten konnte sich der SVE-Athlet über einen deutlichen 12:0-Punktsieg freuen. (3:0/7:14)

Niko Papadoupoulos (bis 86 kg/G) ging mit einer 2:0-Führung in den Kampf, musste dann aber gegen den erfahrenen Roman Biskupek Lehrgeld zahlen. Der Neckarweihinger zog zur Halbzeit auf 9:1 davon. In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich dann beide Gegner, so dass auf beiden Seiten nichts mehr zugelassen wurde und der Kampf am Ende mit 2:10 verloren wurde. (0:3/11:17)

Hans-Jörg Scherr (bis 75 kg/G) überzeugte gegen Benedikt Glock wieder einmal auf ganzer Linie. Der Ebersbacher ließ seinen Gegner bereits in der ersten Kampfminute passiv aussehen und kam aus einer Passivitätsverwarnung des Neckarweihingers zwei Mal mit einem Ausheber mit anschließendem Wurf über die Brust zu einer Fünfer- beziehungsweise Viererwertung. In der dritten Kampfminute folgte wiederum aus einer Passivität des Gäste-Ringers ein weiterer Ausheber mit Wurf, so dass der Kampf noch vor Halbzeitende durch technische Überlegenheit des SVE-Athleten gewonnen wurde. (4:0/11:17)

Max Nutsch (bis 75 kg/F) ging gegen Zbigniew Nowak mit einen Durchschlüpfer mit 2:0 in Führung, tat sich im weiteren Verlauf schwer, gegen den Kampfstil des Gegners die passenden Mittel zu finden, um den Kampf erfolgreich zu gestalten. Der Gästeringer holte sich mit Beinangriffen und Kontern die Punkte, die zur 2:7-Punktniederlage des Ebersbachers führten. (0:2/11:19)

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