Albtrauf-Marathon lockt über 500 Mountainbiker an

Der Albtrauf-Marathon für die Mountainbiker hat sich mit seiner dritten Auflage endgültig etabliert. Der Sieger aus dem Allgäu lobte das Rennen, die Zuschauer waren vom Sprintwettbewerb begeistert. Mit Bildergalerie.

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Beim erstmals ausgetragenen Sprintrennen im Rahmen des Albtrauf-Marathons ging es unter vier Fahrern ums Weiterkommen.  Foto: 

Erst legte Robert Wittmann aus Kempten die Kurzdistanzstrecke von 55 Kilometern und 1500 Höhenmetern beim Albtrauf-Marathon der Mountainbiker mit Start und Ziel in Gruibingen in gerade mal 2:02 Stunden zurück, dann lobte er im Ziel die Veranstaltung, die zum dritten Mal über die Bühne ging. "Das hier reicht an das Allgäu heran, wir werden Werbung für das Rennen machen", erklärten der Sieger und sein zweitplatzierter Teamkollege Patrick Rieger, die sich in heimischen Biker-Gefilden bestens auskennen.

Albert Bosler, Cheforganisator vom ausrichtenden Verein Radsport Kirchheim (RSK), freute sich mächtig über die Anerkennung. Schließlich hat der ambitionierte Klub, der mit den beteiligten Behörden und Gemeinden gut zusammenarbeitet, große Ziele: 2016 soll das Rennen erstmals bundesweit ausgeschrieben werden, 2017 ermittelt der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) seine Deutschen Meister in der Disziplin Marathon auf den Strecken zwischen Gruibingen, Schlat und dem Boßler.

Für die große Runde über 85 Kilometer und 2550 Höhenmeter benötigte Sieger Michael Pflüger aus Weilheim diesmal auch nur 3:23 Stunden, was Albert Bosler mächtig Respekt abverlangte. Der Schlierbacher Thilo Hurler und Ralf Sommerer aus Schlat kamen auf den Plätzen vier und fünf nicht viel später ins Ziel, schnellste Frau war die Augsburgerin Lea Baumgartner in 4:21 Stunden. Über 55 Kilometer gefiel Lokalmatador Sebastian Stolz (RSK) als Fünfter, der noch tags zuvor den erstmals ausgetragenen und von den Zuschauern gut angenommenen Sprint-Wettbewerb für sich entschieden hatte. Zwölfter auf der Kurzdistanz wurde der Nenninger Sven Wassermann, 19. Bernd Blessing aus Rechberghausen, der Sieg bei den Frauen ging an Nina Kraus (Schmiden) in 2:32 Stunden.

"Wir sind sehr zufrieden. Alle Seiten waren begeistert, das Wetter spielte mit und es gab nur kleine Blessuren. Es war eine gelungene Veranstaltung", konnte Albert Bosler, dessen rund 340 Helfer allein in Gruibingen 1,2 Kilometer Absperrgitter aufstellen mussten, glücklich Bilanz ziehen, "die Tendenz geht nach oben." Die Strecken sollen noch Höhenmeter draufgepackt bekommen, die Teilnehmerzahl soll steigen. "Wir peilen 800 bis 1000 Radsportler an, unsere Infrastruktur trägt das", weiß Bosler. 2017 dürften allein 300 Lizenzfahrer anreisen, um auf den Alb-Strecken ihre nationalen Titelträger zu ermitteln.

Aber auch die Premiere mit der Sprint-Entscheidung machte bei den Organisatoren Appetit auf mehr. "Die Resonanz war groß, doch beim ersten Mal haben wir nur 18 Teilnehmer zugelassen. Jetzt wollen wir diese Weltcup-Disziplin über den Verband ausschreiben und damit gute Namen anlocken", blickt der RSK-Vorsitzende aufs nächste Jahr voraus. Die 560 Meter lange Strecke mit einem Anstieg und der slalomähnlichen Abfahrt sah publikumswirksame Duelle im Vierer-Vergleich. Albert Bosler zitiert in diesem Zusammenhang gerne Landrat Edgar Wolff: "Der Albtraufmarathon soll die Alb Extrem für Mountainbiker werden." Dieser Weg ist eingeschlagen.

Info Der Albtrauf-Marathon findet 2016 am 10./11. September statt.

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