"Bin bestimmt jedes Jahr hier"

Alexander Straub (LG Filstal) hat seine Karriere nach zuletzt vielen Verletzungen beendet. Am Samstag wurde der 31-Jährige offiziell verabschiedet und erklärte der GZ die Hintergründe und seine Emotionen.

|
Alexander Straub hat hier die Wehmut überwunden. Er kann schon wieder über einen guten Sprung eines anderen Springers lachen, rechts Vater Walter Straub.  Foto: 

Wie weh tut es, diesmal nicht mitspringen zu können?

ALEXANDER STRAUB: Bis vor einigen Minuten ging's noch. Aber jetzt kommt schon Wehmut auf, ich wäre wahnsinnig gerne in Geislingen mitgesprungen.

Ihr Karriere-Ende wurde im Rahmen des Meetings offiziell verkündet. Wann haben Sie für sich den Entschluss gefasst?

STRAUB: Letztes Jahr wollte ich eigentlich nochmals einsteigen. Dann verzögerte sich der Saisoneinstieg immer mehr, man fängt dann schon an, darüber nachzudenken. Es hat aber dennoch lange gedauert, bis ich zu meinem Trainer sagte: Es wird Zeit für was Neues.

Wann war das?

STRAUB: Man macht sich so eine Entscheidung ja nicht leicht, deswegen habe ich mir viel Bewegungsspielraum gelassen. Im Sommer war es aber so weit - kurz nach den Deutschen Meisterschaften, an denen ich wieder nicht teilnehmen konnte. Im August informierte ich dann alle, die es betrifft.

Sie werden sich aber nicht völlig aus dem Sport zurückziehen?

STRAUB: Seit diese Entscheidung gefallen ist, habe ich dem täglichen Training den Rücken gekehrt und mir volle Entspannung gegönnt. Ich habe jetzt unglaublich viel Zeit, die ich seit meinem ersten Wettkampf 1996 nicht hatte.

Irgendwann ist aber Schluss mit der Abstinenz, oder?

STRAUB: Ich bleibe dem Sport auf jeden Fall erhalten, er hat mir so viel gegeben. Erst mal will ich aber in den nächsten eineinhalb Jahren mein Maschinenbau-Studium abschließen. Danach würde ich gerne in meine Heimat zurückkommen. Ich könnte mir schon vorstellen, hier irgendetwas zu machen. Ich werde auch bestimmt jedes Jahr beim Meeting hier sein, wohin auch immer es mich verschlägt.

Sie hatten jetzt ja etwas Zeit, sich ans Karriere-Ende zu gewöhnen. Schmerzt es noch?

STRAUB: Es war ja ein sanfter Ausstieg, ich konnte den Zeitpunkt selber wählen. Wenn mich eine schwere Verletzung von heute auf morgen dazu gezwungen hätte, wäre es weit schlimmer gewesen. So aber war es schön, hier nochmals über den Steg zu laufen und mich vor eigenem Publikum würdig zu verabschieden.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kugelbahnen sind der Geschenke-Renner

Weihnachten steht bevor und viele  sind auf der Suche nach Geschenken. Göppinger Geschäfte sind für den Ansturm gewappnet. weiter lesen