Neue Strecke beim Alb Extrem ein Volltreffer

Mit der neuen Streckenführung hat der MRSC Ottenbach beim Alb-Extrem-Radmarathon einen Glückstreffer gelandet. Die Reaktionen waren positiv.

|

Die meisten Fahrer sind von der neuen Strecke begeistert. Wolfram (62) aus Göppingen beklagt aber den „sehr wüsten“, einen Kilometer langen Anstieg zwischen Alfdorf und Wetzgau. Den hat Veranstalter MRSC Ottenbach „bewusst wüst“ gewählt, erklärt Wolfgang Liebl. Schließlich musste der Streckenplaner dieses Jahr den „mystischen Anstieg“ Hexensattel aus dem Streckenprogramm nehmen. Dieser war mit bis zu 17 Prozent Steigung oft mitten in der Sonnenglut so etwas wie der Mont Ventoux der Schwäbischen Alb.

Ein wenig zu gebirgig war es auch dem deutschen Bahn-Nationalfahrer Jannick Steimle aus Weilheim. Der 17-Jährige nutzte die lange Runde zu Trainingszwecken und fand’s „gigantisch“. Gemeinhin bevorzugt der Junioren-Nationalfahrer die weniger steilen Strecken und hätte es manchmal gerne flacher gehabt. Dennoch machten ihm die für seine Verhältnisse „völlig unrhythmischen“ 210 Kilometer „viel mehr Spaß als zu Hause dieselbe Strecke alleine zu fahren“ – und trotz gerissenen Schaltzuges hat er am Ende noch einen 31er-Schnitt geschafft.

Liebl und sein Team mussten die Strecke ändern, weil wegen der Bauarbeiten am Lämmerbuckel einige Abschnitte gesperrt waren. Mit dem aus der Not geborenen neuen Profil hat er einen Glückstreffer gelandet, es stieß durchweg auf Zustimmung. Peter (49) aus Karlsruhe fand’s „prima“, die neue Strecke hat ihm „besser gefallen“ als die frühere, die er viermal befahren hat.

Alexander aus Altdorf kennt die bisherige Strecke von acht Teilnahmen und ist froh, auf dem Rad „mal was anderes“ zu sehen, vor allem das kurz nach dem Start beginnnende Waldstück hat es ihm angetan. Die aus dem Programm genommene „langweilige Neidlinger Ecke“ vermisst der 39-Jährige jedenfalls nicht.

Gewitterstürme blieben aus

Die angekündigten Gewitterstürme blieben aus, das Wetter war moderat. Mehr als einige ganz kurze Regengüsse mussten die Fahrer nicht durchleiden. Die meisten empfanden die Temperaturen als angenehm. Nur dem 62-jährigen Wolfram war’s „manchmal zu kalt“. Die 14 Grad in Nannenweiler bestätigten seine Umsicht bei der Kleiderwahl. Zunächst hatte er befürchtet, zu warm angezogen zu sein. In Nannenweiler war er „froh über alles“, was er an warmen Sachen dabeihatte.

Die Wetterprognosen haben dennoch „einige Fahrer vom Start abgehalten“, mutmaßt Orga-Chefin Ingrid Schleicher. Offenbar vor allem Frauen. Deren Anteil liegt bei Alb-Extrem meist um die zehn Prozent, diesmal deutlich darunter. Wolfgang Liebl hat eine Ahnung warum: „Frauen sind weniger risikofreudig“, behauptet er. Und diesmal konnten sie ja nicht wissen, dass das Wetter viel besser wird als prophezeit.

Ob die Veranstalter bei der 32. Auflage des Rad-Marathons auf die gewohnte Strecke zurückgreifen oder auf die neue setzen, ist noch nicht entschieden. Liebl freut sich über die ersten positiven Rückmeldungen, will aber erst das Feedback von Fahrern wie Helfern abwarten und hält sich die Streckenführung für 2015 noch offen.

Weitere Bildergalerien:

Unterwegs beim Alb Extrem

Verpflegungspausen beim Alb Extrem

Zieleinfahrt beim Alb Extrem
 



Trikots immer maskuliner

Der geringe Frauenanteil am Sonntag ist vielleicht nicht nur auf das Wetter zurückzuführen. Dorothee aus Kirchheim hat einen anderen Verdacht, warum weniger Frauen mitfuhren als sonst. Das Trikot werde „immer maskuliner“, klagt die 48-Jährige. Das Design orientiere sich nur am Männergeschmack, der Schnitt ebenfalls. Selbst die kleinste verfügbare Größe XS war ihr „noch viel zu weit“.

Ingrid Schleicher versteht die Sorgen ihrer Geschlechtsgenossin, wird sie aber nicht beheben. Das Anschaffen eines reinen Frauentrikots lohne sich für den MRSC nicht. Auch im kommenden Jahr wird Stammgast Dorothee wieder ein zu weites Textil tragen müssen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

28-Jähriger mit Messer schwer verletzt

Ein Beziehungsstreit endete am Mittwochabend in Eislingen mit einer schweren Stichverletzung am Hals. weiter lesen