Viel Schnee erwartet Frisch Auf bei Reise nach Rumänien

In Odorheiu Secuiesc erwartet die Frisch-Auf-Handballer tiefer Winter, gestern schneite es heftig. Gastgeber HC investiert derweil kräftig in die Zukunft.

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Vlad Cabas Team will morgen mit Frisch Auf mithalten. Foto: Peter Poller

Heute kommt auf die Frisch-Auf-Handballer eine zeitintensive Anreise an ihren Gastspielort zu. Gestern schneite es kräftig in Siebenbürgen, jene Region in Rumänien, wo der HC Odorheiu Secuiesc zuhause ist. Für die Busfahrt vom Flughafen in Cluj nach Odorheiu prognostizierte HC-Trainer Vlad Caba vier Stunden Fahrzeit, mindestens eine Stunde mehr als bei freien Straßen. Die Temperaturen lagen bei etwa minus fünf Grad in dieser bergigen Region, die laut Caba vor allem ein touristisches Ziel ist. Schwerindustrie gebe es in der Stadt mit 33 000 Einwohnern nicht, stattdessen prägen kleinere traditionelle Firmen das Stadtbild. Von den politischen Diskussionen in der Hauptstadt Bukarest komme dabei auf dem Land nicht viel an, das seien Themen des Parlaments, erklärt Caba.

Allerdings gebe es mit Vereinspräsident Attila Verestoy, Senator und Inhaber mehrerer Unternehmen, ein in Oderheiu geborenes Parlamentsmitglied, das nun in Bukarest lebe, aber zugleich viel Geld in den Aufbau des Handballs in seinem Heimatverein investiere. Der HC befinde sich im siebten Jahr eines auf zehn Jahre angelegten Investitionsprogramms, dessen Erfolg auch am aktuellen Auftreten der Europapokalmannschaft abzulesen sei. Im Vorjahr wurde das Team Vizemeister, aktuell steht die diese Woche in der Liga spielfreie Mannschaft auf Rang drei. "Meine Truppe ist die Spitze einer Pyramide", erklärt der HC-Coach die Vereinsstruktur mit einem stabilen Unterbau aus einer zweiten Mannschaft, einem Juniorenteam und den Jugendmannschaften. Hatte Odorheiu früher im rumänischen Handball schon gute Zeiten erlebt, so ist der Klub nun auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Gespielt wird morgen in einer an eine Schule angegliederten kleinen Halle, die aber mit 1600 Zuschauern ausverkauft sein wird. "Aus deutscher Sicht ist das eine Art Trainingshalle", erklärt Vlad Caba den Spielort, angepfiffen wird die Partie um 17.30 Uhr, was 16.30 Uhr in Deutschland entspricht. Die Schiedsrichter dieses Achtelfinal-Rückspiels, das live im rumänischen Sportkanal gezeigt wird, kommen in der von Ungarn beherrschten Stadt überraschenderweise aus Ungarn, eine für Frisch-Auf-Trainer Velimir Petkovic verständlicherweise nicht nachvollziehbare Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation.

Kein Wunder also, dass Odorheiu Partnerstadt des ungarischen Tatabanya ist, Gegner von Frisch Auf in der vorangegangenen EHF-Pokalrunde. Dort gewannen die Göppinger 28:26 - jetzt wollen sie auch in Odorheiu als Sieger die kleine Halle verlassen.

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