Torhüterin mit neuem Nachnamen

Jeweils einen Tag lang hat die NWZ die Erstliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen begleitet. Heute: Torhüterin Julia Hegemann.

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Hegemann? Wer ist Julia Hegemann? Aufklärung tut Not. Julia Schulz ist seit 10. Dezember vergangenen Jahres verheiratet. Mit ihrer Frau Corinna führt sie eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Der Tag der Frisch-Auf-Torhüterin beginnt mächtig früh. Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker und damit ist Julia Hegemann eindeutig die Frühaufsteherin bei den Frisch-Auf-Frauen. Um 7 Uhr geht die Nr. 16 dann "auf Arbeit", wie sie ihren Job mit Berliner Hintergrund nennt. Bei der Energieversorgung Filstal wartet der Schreibtisch auf die frischgebackene Ehefrau und damit keineswegs angenehme Aufgaben. Julia Hegemann ist in der Mahn-Abteilung tätig und wird von ihren Kolleginnen gerne mal als "die Böse vom Dienst" bezeichnet. Dabei passt dies doch so gar nicht zum sonnigen Gemüt der 27-Jährigen. "Ich habe es mit den Kunden der EVF zu tun, bei denen nur noch die Möglichkeit eines gerichtlichen Verfahrens besteht", erzählt sie. Angefangen von der ersten Mahnung umfasst das Tätigkeitsgebiet mit der Veranlassung, das Wasser abzustellen oder den Gaszähler auszubauen, bis hin zur Klage auch drastische Maßnahmen. Davor steht natürlich der schriftliche Weg, aber auch das persönliche Gespräch mit den Kunden. "Natürlich versucht man, Lösungswege für die Zahlung zu finden. Man muss abwägen können, aber letztlich ist auch Konsequenz erforderlich", erklärt die gelernte Rechtsanwalts-Fachangestellte. Spaß hat sie bei der Arbeit trotzdem und beschreibt sich selbst als Pausenclown in der Abteilung, der immer wieder für gute Stimmung sorgt - auch wenn am Vortag eine Auswärtsfahrt war. Wie etwa am nächsten Mittwoch beim Gastspiel in Buxtehude. Dann steigt Julia Hegemann am frühen Morgen in Göppingen aus dem Bus und geht fast direkt ins Büro. "Meist hoffe ich, dass es wenigstens noch für eine Dusche reicht", sagt sie.

Die Mittagspause fällt meistens flach, denn oft sind Termine beim Physiotherapeuten angesagt. "Ich gehöre da schon fast zum Inventar", lacht die Torfrau. Oder es ruft der Kraftraum, denn bei einem Hundertprozent-Job bis 17 Uhr bleibt sonst keine Zeit. Nach der Arbeit geht es nach Hause. "Ein bisschen entspannen, aufräumen und die Tasche packen und dann ab ins Training", beschreibt Julia Hegemann ihren kurzen Feierabend.

Bis 21 Uhr findet man sie dann in der Halle. Wieder daheim, wird zunächst mit Corinna, die in Dresden lebt, telefoniert und der Fernseher eingeschaltet. "Ich bin dann einfach noch so aufgewühlt und brauche Zeit, um runter zu kommen", erzählt die Torhüterin. Gegen Mitternacht gehen dann aber in der Wohnung von Julia Hegemann die Lichter aus.

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