Stolze Slowenen zu Gast beim Titelverteidiger

Mit RK Maribor hat es Frisch Auf Göppingen einmal mehr im EHF-Cup mit einem slowenischen Verein zu tun, es ist eine homogene Truppe ohne Stars.

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FA-Torwart Bastian Rutschmann rettete in Maribor das Remis. Foto: Osmanovic

RK Gorenje Velenje, RK Cimos Koper und jetzt RK Maribor Branik, die Mannschaft von Frisch Auf Göppingen erweitert mit dem heutigen Europapokalspiel ihre Slowenien-Kompetenz.

Es ist zwei Jahre her, als die Göppinger Handballprofis das Team aus Velenje im Viertelfinale auf dem Weg zum ersten Titelgewinn ausschalteten. In der neu geschaffenen Gruppenphase des aktuellen Europapokal-Wettbewerbs folgten vor kurzem zwei Siege gegen Koper - eigentlich fehlt mit RK Celje nur noch ein Gegner, um das slowenische Spitzen-Kleeblatt zu komplettieren. Während Celje gemeinsam mit Velenje als slowenischer Vertreter in der Champions League diese Saison erst im Achtelfinale an Hamburg und Flensburg scheiterten, überraschte Maribor im Europapokal.

Bereits in der ersten Runde des Europapokals musste RK Maribor Branik antreten, hatte aber mit HB Dudelange aus Luxemburg keine Probleme, ebenso in der zweiten Runde gegen HK Kopavagur aus Island. Nach einer knappen Auswärtsniederlage beim kroatischen Club RK Siscia folgte im Rückspiel der dritten Runde ein deutlicher Sieg.

In der Gruppenphase waren dann mit Team Tvis Holstebro aus Dänemark und Orlen Wisla Plock aus Polen die Favoriten relativ klar, den Slowenen wurden maximal Außenseiterchancen eingeräumt. Diese wussten sie dann aber zu nutzen und bestimmten die Gruppe von Beginn an. Alle Heimspiele wurden gewonnen, das Unentschieden in Dänemark war am ersten Spieltag gleich ein Ausrufezeichen.

Erst am letzten Spieltag, als der Einzug ins Viertelfinale bereits feststand, erlaubte sich Maribor beim Gruppenletzten Elverum einen Ausrutscher. Die Freude trüben konnte das nicht, der Viertelfinaleinzug stellt für den Verein einen großen sportlichen Erfolg dar. Manager Andrej Bauman freute sich dann auch über den Titelverteidiger und Traditionsklub aus Deutschland als Gegner ganz besonders.

Das Team von Trainer Marko Sibila hat damit bereits alle Erwartungen übertroffen. Gerade weil der Verein im Gegensatz zu den anderen slowenischen Topclubs ohne Superstars auskommt. Am Bekanntesten dürfte noch der kroatische Torhüter Ivan Pesic sein, der mit Zagreb und Veszprém bereits Champions-League-Erfahrung mitbringt.

Trotzdem haben sich mit dem Kroaten Nikola Spelic (41 Tore) und den beiden Slowenen Simon Razgor und Miha Zarabec (jeweils 33 Tore) gleich drei Spieler unter den Toptorschützen im EHF-Pokal eingereiht. Der aus Magdeburg bekannte Renato Vugrinec hatte den Klub dagegen bereits nach der ersten Runde im Europapokal zu HC Metalurg in die mazedonische Hauptstadt Skopje verlassen.

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