SG Lauterstein verspielt in Wangen Elftore-Führung

Die SG Lauterstein hat in der Handball-Oberliga einen Elftore-Vorsprung verspielt und bei MTG Wangen noch 29:33 (20:12) verloren.

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SGL-Trainer Stefan Klaus hatte in Hälfte zwei viele Gründe, sich aufzuregen.  Foto: 

Elf Tore Vorsprung reichten den Handballern der SG Lauterstein nicht, um in der Baden-Württemberg-Oberliga bei der MTG Wangen zu gewinnen. Am Ende musste die SGL eine deprimierende 29:33-Niederlage verkraften.

In der voll besetzten Wangener Argenhalle erlebten die Zuschauer zwei völlig unterschiedliche Hälften. Den ersten Durchgang dominierte die SG Lauterstein mit Bilderbuchhandball. Selbst mit dem Kempatrick wurde die Wangener Abwehr erfolgreich ausgespielt. In den zweiten 30 Minuten waren die Gelb-Blauen völlig von der Rolle. "Es war eine Katastrophe", stellte der SGL-Vorsitzende Johannes Könninger danach ratlos fest.

Die Gäste erzielten das erste Tor und ließen es nach dem Ausgleich sieben Mal im Wangener Gehäuse klingeln. Das 8:1 war noch lange nicht der höchste Vorsprung der SGL, nach gut einer Viertelstunde führte sie 15:5. Kurz vor der Pause führte die Mannschaft von Trainer Stefan Klaus sogar mit elf Toren (19:8), ehe Wangen bis zur Halbzeit auf 12:20 verkürzte.

Nach Wiederbeginn kämpfte die MTG um ihren Heimnimbus und nutzte eine Überzahl. Der bis dahin hervorragende Lautersteiner Torhüter Marius Nagel saß eine Strafzeit ab und die Gastgeber bliesen zur Aufholjagd. Für die Wangener Anhänger gab es kein Halten mehr. Sie pushten ihr Team immer weiter nach vorne und nach wenigen Zeigerumdrehungen lag die Heimmannschaft nur noch 19:21 hinten.

Es wurde bitter für die Gelb-Blauen. Der Ausgleich zum 23:23 fiel, bevor die letzte Viertelstunde eingeläutet war. Ab dem 25:25 hatte Wangen endgültig die Nase vorn. Zwei bis drei Tore Vorsprung warfen Spielertrainer Timo Feistle und sein Team anschließend heraus. Als die MTG in den letzten Minuten von 30:28 auf 32:28 weg zog, war das Spiel gelaufen und die Lautersteiner um eine deprimierende Erfahrung reicher.

SGL-Trainer Stefan Klaus kann den kompletten Einbruch in der zweiten Hälfte nicht erklären und die Spieler schüttelten über sich selbst die Köpfe. Den Fans bleibt die Hoffnung, dass die Niederlage nach so deutlicher Führung bei ihrem Team kommenden Sonntag zu Hause gegen Spitzenreiter Pforzheim eine Trotzreaktion auslöst.

SGL: Marius Nagel, Matthias Nagel - Beutel, Distel (1), Funk (2), Grupp (6), Lackinger (1), Jochen Nägele (7/4), Schnepf (1), Schuster (4), Christian Stuber (6), Markus Stuber (1), Thrun, Villforth.

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