Serientäterinnen zu Gast

Zu ungewöhnlicher Zeit treffen die Frisch-Auf-Frauen am morgigen Dienstag auf den deutschen Meister Thüringer HC Erfurt-Bad Langensalza.

|

Der Ursprung des vierfachen Meisters liegt in den 1960er Jahren. Der Verein wurde als Betriebssportgemeinschaft Erfurt-Nord gegründet und später zur BSG des Kombinats Umformtechnik umgetauft. Nach der Wende konnte schlossen sich die Handballerinnen dem TSV Erfurt an, der zu dieser Zeit in der ersten und zweiten Bundesliga spielte. Als in dieser Zeit der Verein aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht mehr zu führen war, entschlossen sich die Verantwortlichen im Dezember 1996, die Abteilung auszugliedern und einen eigenen Verein zu gründen.

Der Handballclub Erfurt hatte jedoch nicht lange Bestand, denn im Juni 2000 fusionierten die Erfurterinnen mit dem SV Empor Bad Langensalza und starteten ab diesem Moment als THC Erfurt-Bad Langensalza. Bereits im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss gelang den Thüringerinnen der Aufstieg in die zweite Bundesliga und bereits in dieser Zeit kreuzten sich die Wege der Göppingerinnen und der Erfurterinnen mehrfach im Unterhaus. Im Jahr 2004 gelang unter dem ehemaligen Bundestrainer Dago Leukefeld der große Wurf und man stieg in die Beletage des deutschen Damenhandballs auf.

Nach einem achten und zwei sechsten Plätzen in den Folgejahren erreichten die Thüringerinnen 2009 in der Liga nur den elften Platz, qualifizierten sich aber dennoch für das Finale des Challenge Cups, wo man allerdings klar und deutlich scheiterte. Nur die Insolvenz des 1.FC Nürnberg hielt die sportlich abgestiegenen Erfurterinnen in der Liga und unter dem Namen Thüringer HC wurde die neuere Erfolgsgeschichte gestartet.

So konnten die Thüringerinnen seit 2011 jeden Meistertitel erringen und zudem in den Jahren 2011 und 2013 den deutschen Pokal gewinnen. Im Pokalwettbewerb kam das Aus im Halbfinale, aber in der Bundesliga stehen die Thüringerinnen vor der erneuten Titelverteidigung. Am vergangenen Spieltag schlug man den bisherigen Tabellenführer Buxtehuder SV mit 32:26.

Nach dem Meisterjahr 2014 gab es beim THC einen spürbaren Umbruch, da die Leistungsträgerinnen Alexandrina Barbosa (CJF Fleury les Aubrais), Anja Althaus (Vardar Skopje) und Maike März (Karriereende) die Mannschaft verließen. Ersetzt wurden diese Schlüsselspielerinnen durch Petra Popluharova, die nach einer Pause zurück ins Team rückt. Zudem stieß vom rumänischen Spitzenklub SCM Craiova Yuliya Snopova zum Team und vom Ligakonkurrenten VL Koblenz-Weibern wurde die junge Kreisläuferin Meike Schmelzer verpflichtet, die das Team zum einen verjüngte und auch verstärkte.

Hinzu kommt das Torhüterinnenduo mit Jana Krause und Dinah Eckerle in der Truppe von Erfolgstrainer Herbert Müller, das mit großem Abstand als das beste und konstanteste der gesamten Liga bezeichnet werden kann. Und selbst den Vergleich mit den europäischen Spitzenteams muss dieses Duo nicht fürchten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kugelbahnen sind der Geschenke-Renner

Weihnachten steht bevor und viele  sind auf der Suche nach Geschenken. Göppinger Geschäfte sind für den Ansturm gewappnet. weiter lesen