Schwung aus Pokalerfolg mitnehmen

Am Sonntag dürfen die Bundesliga-Spielerinnen von Frisch Auf Göppingen erstmals in dieser Saison vor den eigenen Fans auflaufen. Um 16 Uhr ist die HSG Bensheim/Auerbach zu Gast.

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Nach drei Jahren bei zwei Vereinen in Norwegen und in Frankreich bestreitet Rückkehrerin Karin Weigelt am Sonntag ihr erstes Heimspiel für die Frisch-Auf-Frauen.  Foto: 

Wir mussten ziemlich lange warten“, bringt es Aleksandar Knezevic, der Trainer der Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen, auf den Punkt. Drei Ligaspiele in der Ferne am Stück, dazu der Pokalauftritt bei der TG Nürtingen am vergangenen Wochenende, eine gefühlte Ewigkeit durften die Göppingerinnen nicht mehr zu Hause auflaufen. Doch am Sonntag ist die lange Wartezeit endlich vorbei.

„Wir freuen uns sehr auf das Spiel und sind gespannt auf den ersten Heimauftritt“, sagt Knezevic. Allerdings stehen die Grün-Weißen zur Heimpremiere gleich unter Druck, denn eigentlich sollten nach den Plänen des Trainers bereits zwei Punkte auf der Habenseite stehen. „Wir hatten mit Erfurt und Bietigheim ein extrem schweres Auftaktprogramm, aber in Nellingen wollten wir unbedingt punkten, haben uns dann aber zu schwach präsentiert“, blickt der Coach auf die bisherigen Ligaspiele zurück.

Gut, dass die Frisch-Auf-Frauen am vergangenen Samstag in der zweiten Runde des DHB-Pokals mit dem 33:28-Sieg beim Zweitligisten TG Nürtingen endlich ein Erfolgserlebnis verbuchen konnten. Vor allem im zweiten Spielabschnitt setzte sich die Routine und Erfahrung der Grün-Weißen durch, und angeführt von einer überragenden Michaela Hrbkova gelang der erste Saisonsieg in einem Pflichtspiel.

Den Schwung aus dem Pokalwettbewerb gilt es nun in die Liga mitzunehmen. Ein Blick auf die Tabelle macht deutlich, dass es Zeit wird für die ersten Zähler, denn momentan stehen die Göppingerinnen mit 0:6 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Eine Position darüber stehen mit dem gleichen Kontostand die Gäste aus Bensheim/Auerbach, dahinter die ebenfalls noch punktlosen Teams aus Rödertal und Neckarsulm.

„Die HSG hat ein gutes Team, das gut eingespielt ist“, blickt Aleksandar Knezevic auf den Gegner, der in den bisherigen Auftritten im Oberhaus trotz dreier Niederlagen zu überzeugen wusste. Besonders in der Abwehr zeigte die von Heike Ahlgrimm trainierte Truppe schon erstklassige Leistungen. Die ersten beiden Heimspiele gingen gegen Bad Wildungen (26:29) und Leverkusen (19:22) knapp verloren, und beim Auswärtsspiel in Dortmund am Mittwoch musste man sich hauchdünn mit 20:21 Toren geschlagen geben. „Es wird eine schwere Aufgabe gegen die HSG, aber unser Ziel kann nur Sieg heißen und wir hoffen, dass wir das mit unseren Fans im Rücken auch schaffen“, gibt Knezevic die Marschroute vor.

Dabei muss der Coach weiter auf die Langzeitverletzten Lina Krhlikar und Anja Brugger verzichten, der Rest des Teams ist fit. Allen voran natürlich Karin Weigelt, die sich ganz besonders auf ihre Rückkehr in die EWS-Arena freut und ihr Team in die Pflicht nimmt. „Sicher stehen wir nach drei Niederlagen unter Zugzwang, aber da es unser eigener Anspruch sein muss, gegen den Aufsteiger zu gewinnen, ist der Druck ohnehin da“, beschreibt die Göppinger Spielführerin die Ausgangssituation und ergänzt: „Unsere Heimstärke hat uns zuletzt ausgezeichnet, und genau da wollen wir jetzt wieder hin.“

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