Ohne Begeisterung und Aggressivität

Ein mühsamer Heimsieg gelang den Oberliga-Handballern der SG Lauterstein gegen den aufmüpfigen Tabellenletzten Heddesheim. Beim zähen 29:28 (14:13) bekleckerte sich die SGL nicht mit Ruhm.

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Christian Stuber setzt sich über Außen durch. Am Ende traf er vier Mal beim knappen Lautersteiner 29:28 über Heddesheim.  Foto: 

Spannend war die Begegnung wegen der durchweg engen Spielstände, vor allem in der Schlussphase. Ansonsten war es ein Spiel, bei dem sich der Spaß insbesondere bei den Lautersteinern und ihren Anhängern in Grenzen hielt. Vor der Partie hoffte die SGL, dass gegen das Team aus Nordbaden eine Verbesserung der nach wie vor negativen Tordifferenz gelingt. Daraus wurde nichts, Heddesheim spielte auf Augenhöhe.

Allerdings kamen die Gelb-Blauen den Gästen entgegen, weil sie phasenweise ohne Begeisterung angriffen und Aggressivität in der Abwehr vermissen ließen. Lauterstein muss sich steigern, um in den letzten zwei Saisonspielen den neunten Platz zu verteidigen.

Dass der SGL-Sieg so knapp ausfiel, lag nicht an mangelnden Möglichkeiten. Wieder einmal wurden Angriffe unkonzentriert abgeschlossen, schlecht platzierte Würfe und technische Fehler gesellten sich hinzu. Heddesheim nutzte die Freiräume, die Lautersteins Abwehr ließ. Matthias Nagel im Tor der Gelb-Blauen wehrte zwei von fünf Strafwürfen des Heddesheimers Pauli ab. Auf der anderen Seite versenkte dieses Mal Jochen Nägele alle vier Siebenmeter für die SGL sicher.

Beide Hälften liefen ähnlich ab. Heddesheim erkämpfte sich zu Beginn eine knappe Führung, die Lauterstein zunächst nur ausgleichen konnte. Nach dem 6:7 nach einer Viertelstunde legte SGL-Trainer Stefan Klaus die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, um sein Team wach zu rütteln. Es dauerte eine Weile, bis das an den Spielständen abzulesen war. Dann ließen seine Schützlinge nach dem 7:8 fünf Tore zur 12:8-Führung in der 21. Minute folgen. Befreiend für das Spiel der Gelb-Blauen wirkte dieser Vorsprung nicht. Heddesheim blieb dran und durfte binnen einer Minute vor der Pause von 14:11 zum Halbzeitstand von 14:13 aufschließen.

Zwei weitere Treffer nach dem Wechsel brachten die Nordbadener mit 15:14 wieder in Führung und bis zum 18:17 legten sie weiter vor, sobald Lauterstein ausgeglichen hatte. Mit drei Toren in Folge drehten die Gelb-Blauen den Spielstand und legten bald darauf zu einer Drei-Tore-Führung vor (22:19 in der 43. Minute). Den Abstand hielten sie während längerer Abschnitte und führten nach 54 Minuten beim 27:23 sogar erneut mit vier Toren. Das hätte aus SGL-Sicht eine Vorentscheidung auf dem Weg zum Heimerfolg sein müssen, doch es sollte nochmal spannend werden. Zwei Minuten vor dem Ende hatte Lautersteins Abwehr drei Torwürfe zugelassen und vorne klappte in dieser Phase nichts. Endlich fiel das 28:26 und zwanzig Sekunden vor dem Ende das 29:27. Der Heddesheimer Anschlusstreffer zum 29:28, der mit dem Schlusspfiff fiel, änderte am glücklichen Erfolg der Lautersteiner nichts mehr.
 



SG Lauterstein: Matthias Nagel, Marius Nagel; Stuber (4), Lackinger (4), Beutel (1), Jörg Distel (1), Schuster (6), Koller (2), Villforth (2), Funk, Jochen Nägele (9/4).

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