Frisch Auf hat Notstand auf Rechtsaußen

Hiobsbotschaft für Frisch Auf Göppingen vor der Partie am Donnerstag in Minden: Nach Marco Rentschler hat sich nun auch Anton Halén schwer verletzt.

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Anton Halén hat sich beim Krafttraining eine schwere Brustmuskelverletzung zugezogen und fällt monatelang aus.  Foto: 

Nach dem 32:25 (15:10)- Pflichtsieg über Aufsteiger Eulen Ludwigshafen und dem enttäuschenden 27:28 (13:16) beim VfL Gummersbach beendet Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen heute um 19 Uhr bei GWD Minden (live bei Sky Sport 5) seinen Auswärts-Dreierpack zum Saisonstart. Neben Linkshänder Marco Rentschler muss Trainer Magnus Andersson dabei auch auf seinen zweiten Rechtsaußen, Anton Halén, verzichten, der sich bereits am Montagmorgen beim Krafttraining einen Riss des linken Brustmuskels zugezogen ­hatte.

„Jetzt geht das schon wieder los“, stöhnt der Coach, „wir haben Verletzungspech ohne Ende. Das ist natürlich bitter für uns, aber das gehört zum Sport dazu.“ In Rentschler, der wegen einer Knieverletzung noch mehrere Wochen aussetzen muss, und Halén, der vermutlich sechs Monate fehlen wird, trifft das Verletzenmisere dabei zwei Akteure, die schon in der vergangenen Saison nicht immer spielen konnten. „Das tut mir für die beiden richtig leid“, bedauert Andersson.

Auf Grund der langwierigen Verletzungen auf der rechten Außenposition will Frisch Auf jetzt noch einmal personell nachlegen. Man sondiere bereits den Spielermarkt, um möglichst schnell einen gelernten Rechtsaußen nachverpflichten zu können, teilten die Klubverantwortlichen gestern mit.

Beim heutigen Gastspiel in Minden sollen sich die rechten Rückraumspieler Adrian Pfahl und Jens Schöngarth auf der Außenposition abwechseln, kündigte Andersson an. Die Göppinger sind bereits gestern mit dem Bus angereist, um sich vor Ort in Ruhe auf die wichtige Partie vorzubereiten. Beide Klubs sind als 12. (Minden) und 13. Tabellennachbarn. Allerdings haben die Ostwestfalen bereits vier Spiele absolviert, während Frisch Auf wegen der Umbauarbeiten in der heimischen EWS-Arena erst zwei Mal auswärts randurfte – für Andersson ein klarer Nachteil: „Wir haben jetzt anderthalb Wochen nicht gespielt, da fällt es schwer, in den Rhythmus zu kommen.“ Auch die Tatsache, dass die Mannschaft wegen der Arbeiten in der Arena in anderen Hallen trainieren musste – unter anderem in der Heininger Voralbhalle und in der Göppinger Parkhaushalle – machte die Arbeit für die Profis unter der Woche nicht leichter, erklärt der schwedische Übungsleiter.

Torwarttrainer soll’s richten

Doch solche Ausreden lässt Andersson vor dem Minden-Spiel nicht gelten. Obwohl die Ostwestfalen von vielen Experten als Abstiegskandidat gehandelt werden, glaubt der schwedische Coach, dass die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison deutlich besser aufgestellt ist. „Sie haben viel Erfahrung und spielen einen schönen Handball. Aber wir werden alles probieren, um dort zu gewinnen“, kündigt Andersson an.

Beim schwachen Auftritt in Gummersbach, wo die Göppinger mit bis zu neun Toren Rückstand lagen, erwischten auch die Torhüter Primoz Prost und Daniel Rebmann einen schwarzen Tag. Insgesamt hielt das Duo nur sieben Bälle, Nationalkeeper Carsten Lichtlein hingegen 20. „Das war für mich spielentscheidend“, sagt Andersson. Um den Schlussleuten die nötige Sicherheit zu ­geben und ihre Leistung zu ­ver­bessern, hat der Klub vor kurzem Torwarttrainer Alexander Vo­ron­tsov verpflichtet. „Ich bin richtig froh, dass wir jemand gefunden haben“, erklärt der Göppinger Übungsleiter, „mit diesem Thema beschäftigen wir uns ja mittlerweile drei Jahre. Wir hoffen, dass seine Arbeit mit den Torhütern auch etwas bringt.“

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