Niederlage mit positiven Signalen

Zum Auftakt der Frauenhandball-Bundesliga überzeugte Frisch Auf Göppingen mit einer guten Leistung, musste sich aber auf Grund einer Schwächephase dem VfL Oldenburg mit 26:31 geschlagen geben.

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Prudence Kinlend in der Gäste-Mangel - die Frisch-Auf-Handballerinnen unterlagen zum Auftakt gegen die Oldenburgerinnen mit 26:31.  Foto: 

Reichlich Beifall von den Rängen erhielt das Team von Frisch Auf nach dem Schlusspfiff, obwohl die Truppe von Coach Aleksandar Knezevic dem VfL Oldenburg mit 26:31 (13:12) unterlegen war. Die Fans honorierten die über weite Strecken couragierte Vorstellung der Grün-Weißen, die mit großem Kampfgeist dem Favoriten Paroli boten.

Im Tor begann Edit Lengyel, auf den Außenpositionen agierten Iris Guberinic und Anja Brugger, am Kreis wusste Lina Krhilkar zu überzeugen, das Rückraum-Trio Ana Petrinja in der Mitte sowie Maxime Struijs und Prudence Kinlend auf den Halbpositionen komplettierte die Angriffsformation. Spielführerin Anika Leppert, die im Gespann mit Lina Krhilkar den Mittelblock bildete, und die groß gewachsene Klaudia Pielesz wurden zunächst nur in der Defensive eingesetzt und trugen zu einer kompakt stehenden 6:0-Abwehrriege bei.

In der Offensive zeigte sich Frisch Auf variabel, der Ball lief flüssig durch die eigenen Reihen und es gelang von allen Positionen, Gefahr auf das Gehäuse der guten VfL-Torfrau Julia Renner auszuüben. Nachdem Petrinja zwei Strafwürfe vergeben hatte, markierte Kinlend in der 7. Minute den ersten Treffer für die Heimmannschaft. "Wir waren in den ersten 30 Minuten nicht effektiv genug", haderte VfL-Übungsleiter Leszek Krowicki. "Wir haben einfache Würfe nicht verwandelt", begründete er die 13:12-Pausenführung der Gastgeberinnen.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig und es war eine ausgeglichene Partie, in der beide Kontrahenten die Möglichkeit zum Sieg besaßen, was die Zwischenstände von 14:14 (34.), 17:17 (38.) und 23:23 (50.) dokumentieren. Doch plötzlich war ein Riss im Spiel der Frisch-Auf-Damen, die sich einen fünfminütige Kollektivschlaf leisteten, den Oldenburg im Stile eines Spitzenteams nutzte, um auf 27:23 (55.) davonzuziehen und schließlich 31:26 zu gewinnen. "Das war eine schwache Phase", kommentierte Knezevic die Periode zwischen der 50. und 55. Minute, "wir waren im Angriff zu hektisch und zu unkonzentriert, in der Abwehr kassierten wir einfache Gegentore." Die Übungsleiter waren sich einig, dass der Auswärtssieg verdient war, das Ergebnis allerdings etwas zu hoch ausfiel.

Trotz der Niederlage konnte Knezevic mit dem Auftreten seines Teams zufrieden sein, denn Frisch Auf präsentierte sich als homogene Mannschaft und lieferte eine Leistung ab, die Mut macht für diese Spielzeit. Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Linksaußen Iris Guberinic, die kurz vor Schluss heftig umknickte und vom Platz getragen werden musste. "Ich habe Sorgen um Iris", sagte Knezevic zu der unschönen Szene, "ich hoffe, es ist nichts Schlimmes."
 



SO SPIELTEN SIE

FA Göppingen: Lengyel, Jochims; Brugger (3), Struijs (7/3), Kinlend (2), Guberinic (3), Leppert, Krhilkar (5), Petrinja (2), Pielesz (4).

VfL Oldenburg: Renner, Egestrop; Schnack, Meyer (3), Birke (6), Müller (7), Wenzl (5/2), Smits (1), Jensen, Dulfer (1), Schirmer (3), Geschke (5), Hartstock.

SR: Dinges/Kirsch (Eggenstein).

Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Zuschauer: 450.

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