Meister ist zu Gast

Das neue Jahr startet für die Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen gleich mit einem Knaller: Am Sonntag um 16 Uhr ist der amtierende deutsche Meister Thüringer HC zu Gast in der EWS-Arena.

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Nach dem HC Leipzig erwartet Frisch Auf mit dem Thüringer HC das nächste Schwergewicht im deutschen Frauenhandball. Die Mannschaft sicherte sich in den beiden vergangenen Spielzeiten den Titel und hat sich mit namhaften Verstärkungen zu einem "internationalen Spitzenteam" entwickelt, lobt Frisch-Auf-Coach Aleksandar Knezevic die Arbeit seines Kollegen Herbert Müller.

Ohne die erkrankte Regisseurin Kerstin Wohlbold verlor der THC vergangenes Wochenende mit 26:27 in Frankfurt/Oder und gab die Tabellenführung ab. Herbert Müller kritisierte insbesondere das Auslassen klarer Chancen, was vier vergebene Strafwürfe dokumentieren. Ebenfalls mit einem Treffer unterlag Frisch Auf dem HC Leipzig. Bei der 18:19-Niederlage auf eigenem Parkett war die Offensivleistung der Grün-Weißen insgesamt unzureichend. "In den ersten 15 Minuten hatten wir große Probleme und haben somit zu wenig Tore in der ersten Halbzeit gemacht", blickt Knezevic auf diese Partie zurück, "danach lief es gut, aber nicht gut genug, um Leipzig zu schlagen."

Zufrieden zeigte sich der Übungsleiter mit der Defensivarbeit seines Teams. "Auch gegen Thüringen müssen wir in der Abwehr die kompletten 60 Minuten stabil stehen", sieht Knezevic in der Verteidigung den wichtigsten Baustein für eine Überraschung. "Daneben müssen wir noch weitere Kleinigkeiten verbessern und im Angriff unsere Wurfquote steigern, dann könnte es klappen", hofft er auf eine Wiederholung der vergangenen Saison, als gegen Thüringen nach großem Kampf ein 26:25-Heimsieg gelang. Ein großer Faktor könnte dabei auch das Publikum sein, das gegen Leipzig für eine stimmungsvolle Kulisse in der EWS-Arena sorgte. "2300 Zuschauer, darüber habe ich mich sehr gefreut", so Knezevic, "es ist der Wunsch von uns allen, dass unsere Fans noch zu mehr Partien so zahlreich kommen." Bei der Verbesserung der Wurfquote nennt Knezevic explizit das Gegenstoß-Spiel. "Einfache Tore nach Gegenstößen müssen öfters fallen", bemängelt Knezevic, dass ein möglicher Sieg gegen Leipzig auch deshalb nicht gelang, da seiner Truppe diese einfachen Treffer fehlten. Dies liegt auch im verletzungsbedingten Fehlen von Maria Kiedrowski begründet, denn mit der flinken Linksaußen ging den "Handballerinnen mit Gefühl" ein hohes Maß an Schnelligkeit verloren. Bei "Riele", so ihr Spitzname, ist auf Grund ihrer Knieprobleme eine Operation geplant. Sie wird diese Spielzeit nicht mehr auflaufen können, was bei dem kleinen Göppinger Kader problematisch ist. Eine Neuverpflichtung ist dennoch eher unwahrscheinlich, wie Knezevic zu Protokoll gibt: "Es könnte etwas passieren, aber ich rechne nicht damit. Wir haben nur die Möglichkeit, jemanden zu holen, wenn es in unseren Rahmen passt." Eine positive Nachricht konnte zuletzt von Anika Leppert vermeldet werden, die von Bundestrainer Heine Jensen zu einem Lehrgang des Perspektivkaders berufen wurde. "Anika hat in den letzten 18 Monaten sehr große Fortschritte gemacht, besonders im Abwehrbereich", stellt Knezevic die Entwicklung seiner Kreisläuferin heraus, "es ist eine tolle Sache für Anika und den Verein gleichermaßen, dass sie eine Einladung erhielt."

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