Lauterstein vergibt Sieben-Tore-Vorsprung

Handball-Oberligist SG Lauterstein bleibt in der Kreuzberghalle ungeschlagen. Eine Enttäuschung war das 27:27 gegen Kenzingen aber dennoch.

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Mit dem Remis gegen den TB Kenzingen waren Lautersteins Timo Funk und Co. unzufrieden.  Foto: 

Die beiden Trainer, Lautersteins Stefan Klaus und Gästecoach Aurelius Steponavicius, waren sich nach der Partie in einem einig: Es war ein kurioses Spiel mit einem ebensolchen Ende.

Mit den Schiedsrichtern beschäftigten sich beide. Diese hatten vor allem in der ersten Halbzeit viele Fouls der Lautersteiner gesehen, die sie mit einer Zeitstrafe ahndeten. Steffen Nägele erhielt nach 21 Minuten direkt rot. Stefan Klaus dazu: "Wir wussten nicht mehr, wie wir verteidigen sollten". Steponavicius bestätigte, dass die Schiedsrichter "uns da geholfen" haben,

Im ersten Durchgang konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Bis zum 6:6 führte mal das Gästeteam oder legte die SGL einen Treffer vor. In der 14. Minute, Florian Beutel saß mit der ersten Zeitstrafe auf der Bank, warf Kenzingen eine zwei Tore-Führung zum 8:6 heraus. Nach dem 7:9 kämpfte sich Lauterstein bis zur 21. Minute mit drei Treffern ohne Gegentor auf 10:9 nach vorne. Florian Beutel erhielt die nächste Zeitstrafe und Sekunden später sahen die Schiedsrichter ein rot-würdiges Foul von Steffen Nägele. Das brachte die SGL-Anhänger auf die Palme, die ihr Team nun noch stärker antrieben. In doppelter Überzahl erzielte der Gast den Ausgleich, traf danach bis zur Pause nicht mehr in das von Marius Nagel gehütete Tor.

Der Pausenstand von 13:10 ließ die Gelb-Blauen auf den nächsten Heimsieg hoffen und das schnelle 14:10 durch Timo Funk nach dem Wiederanpfiff gab dieser Hoffnung neue Nahrung. In der Folge agierte Lauterstein im Angriff nicht immer konsequent, doch die Abwehr zeigte sich stabil. Nach einer Dreiviertelstunde schien die SGL beim 22:15 auf die Siegerstraße eingebogen zu sein, doch da hatten sie die Gästemannschaft und deren Ausdauer unterschätzt. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende glich Vilius Juozaitis mit seinem siebten Tor für Kenzingen zum 24:24 aus.

Jetzt war alles möglich, doch trafen die Lautersteiner wieder, bevor Marius Nagel das nächste Mal hinter sich greifen musste. Das ging so bis zum 27:26 eine halbe Minute vor Schluss. Beim letzten Kenzinger Angriff sahen die Schiedsrichter ein Siebenmeter-reifes Foul. So fiel der Ausgleich und Lauterstein hatte die Chance vertan, in der Tabelle an Kenzingen vorbei zu ziehen.

SG Lauterstein: Matthias Nagel (n.e.), Marius Nagel; Christian Stuber (3), Lackinger, Beutel, Distel, Schuster (3), Koller (2), Villforth, Steffen Nägele (3/2), Kölle, Funk (5), Jochen Nägele (11/2).

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