KOMMENTAR · KLASSENVERBLEIB DES TVA: Talente-Zufluss wird zu Rinnsal

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Wunder wäre zu viel gesagt, es war aber zumindest ein Husarenstreich. Die Handballer des TV Altenstadt haben sich am Samstag durch einen Derbysieg gegen die SG Lauter und der Hilfe von Meister SG Lauterstein ein weiteres Jahr in der Württembergliga gesichert.

Was daran so Besonderes ist? Die Rahmenbedingungen beim TVA sind alles andere als ideal für eine derart hohe Spielklasse. Die Altenstädter verzichten aus finanziellen und aus grundsätzlichen Erwägungen auf Verstärkung von außerhalb, alle Spieler im Kader haben die eigene Jugendabteilung durchlaufen. Hinzu kamen erhebliche Personalsorgen. Torjäger Manuel Feitz fehlte studienbedingt die komplette Vorrunde, mit Christian Dittmann und Felix Jetter mussten weitere Leistungsträger wochenlang zuschauen. Zu allem Überfluss verletzten sich auch noch beide Torhüter und fielen gleichzeitig aus.

Alle Nackenschläge hat die Mannschaft weggesteckt und sich mit einem 17:7-Lauf in den letzten zwölf Partien doch noch gerettet. Trainer Ingo Tippl hat Phänomenales geleistet, auf ihn kommt aber schon die nächste Herkulesaufgabe zu.

Keine Jugendmanschaft des TVA schaut mehr über die Bezirksliga hinaus, der jahrelang sprudelnde Zufluss an Talenten für die erste Mannschaft droht immer mehr zu einem Rinnsal auszudünnen. Es bedarf daher keiner hellseherischen Fähigkeiten, um Tippls Getreuen auch in der kommenden Saison einen knallharten Abstiegskampf vorherzusagen.

Für einen Verein mit den Rahmenbedingungen des TV Altenstadt ist jedes Jahr Handball-Württembergliga ein Geschenk, das sich die Manschaft Saison für Saison hart erarbeiten muss.

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