INTERVIEW · MICHAEL HAASS: "Zusehen ist schlimm"

Eine Rückkehr aufs Spielfeld ist diese Saison wenig realistisch, weiß Frisch-Auf-Spielmacher Michael Haaß. Nach seiner Sprunggelenks-OP muss er zusehen.

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Frisch-Auf-Regisseur Michael Haaß fällt derzeit verletzt aus. Foto: Archiv

Michael Haaß, wie geht es Ihnen nach der Sprunggelenks-Operation?

MICHAEL HAASS: Ein bisschen lästig ist so ein Gips ja schon, aber vielleicht bekomme ich b ereits am Donnerstag beim Kontrolltermin in der Rottenburger Klinik einen leichteren Gehgips. Aber ich bin auf jeden Fall sechs Wochen auf Krücken angewiesen bis der Bruch verheilt ist.

Ist dies die schwerste Verletzung Ihrer bisherigen Karriere?

HAASS: Vor neun Jahren hatte ich fast die identische Verletzung am anderen Bein, damals war das linke Sprunggelenk gebrochen.

Diesmal passierte es bei der EM. Haben Sie das Geschehen vor Augen?

HAASS: Es war absehbar, was auf mich zukommt und ich konnte nicht mehr ausweichen. Ich habe sofort realisiert, dass der Fuss nicht mehr steht, wie er soll, und es tat brutal weh. Unser Arzt Berthold Hallmaier hat gleich beherzt zugegriffen, den Fuß eingerenkt und daan war es etwas erträglicher.

Was schoss Ihnen in diesem Moment durch den Kopf?

HAASS: So ein Mist vielleicht, man ist ja in einem Schockzustand, und dann habe ich gehofft, dass die Diagnose der Verletzung nicht zu heftig ausfällt.

Mittlerweile sind Sie operiert, rechnen Sie schon die Tage bis zur Rückkehr aufs Spielfeld aus?

HAASS: Das ist für diese Runde nicht realistisch, man muss von vier Monaten Pause ausgehen. Letztlich ist es aber zu früh, sich dazu zu äußern.

Wie sieht momentan Ihr Alltag aus?

HAASS: Meine Freundin Anke fährt mich bei Terminen durch die Gegend. In den kommenden Tagen möchte ich mit dem Oberkörpertraining starten und wenn der Gips ab ist, lässt sich noch mehr machen, Der Bruch ist ja durch eine Platte und die Schrauben fixiert.

Wie fällt denn, abgesehen von der Verletzung, Ihre EM-Bilanz aus?

HAASS: Letztlich hätten wir insgesamt mehr zeigen müssen. Dass wir die Olympia-Qualifikation verpasst haben, ist ärgerlich.

Wie sehen Sie die Situation von Frisch Auf in der Bundesliga?

HAASS: Nicht einfach, vor der Mannschaft liegt ein schönes Programm. Dabei fragt am Ende keiner nach den Verletzten, da müssen wir durch. In Flensburg wird es sehr schwer, das Heimspiel gegen Nettelstedt sollten wir gewinnen.

Für Flensburg läuft Ex-Kollege Lars Kaufmann auf, haben Sie Kontakt?

HAASS: Ich werde ihn wohl noch anrufen und bitten, dass er nicht zu gut spielen soll.

Sie sind währenddessen zum Zuschauen verurteilt. Geht das gut?

HAASS: Ehrlich gesagt nein. Beim Spiel in Wetzlar saß ich am Liveticker, es war eine Katastrophe. Die nervliche Belastung ist viel schlimmer als wenn man spielt.

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