Hohe Hürde zum Auftakt für Frisch-Auf-Frauen

Heute um 19.30 Uhr beginnt für die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen beim Thüringer HC die neue Saison.

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Für die verletzten Anja Brugger und Lina Krhlikar (Bild, im grünen Trikot) kommt ein Einsatz am heutigen Abend beim Thüringer HC zu früh.  Foto: 

Wir freuen uns darauf, dass es endlich losgeht“, spricht Aleksandar Knezevic, Trainer der Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen, für sich und auch stellvertretend für seine Mannschaft. Nach über zwei Monaten intensiver Vorbereitung geht die Saison nun auch für die Grün-Weißen los.

Obwohl der Trainer nichts dagegen gehabt hätte, wenn man ihm noch zwei oder drei Wochen Zeit geschenkt hätte, denn bereits zum Auftakt gehen Frisch-Auf-Frauen mit Personalsorgen an den Start. „Für Anja Brugger und Lina Krhlikar kommt der Auftakt leider zu früh“, klagt Knezevic über seine Verletzten. Gut, dass der Coach seinen Kader vor der Saison in der Breite verstärken konnte. So können die Ausfälle zwar besser kompensiert werden, aber das macht die Saisonpremiere keineswegs einfacher.

Der Spielplan hat es diese Saison nicht gut gemeint mit den Grün-Weißen, denn die ersten Aufgaben haben es in sich. „Wir haben drei Auswärtsspiele zum Auftakt, darunter gleich bei zwei absoluten Topteams“, beschreibt Knezevic die ersten Auftritte der neuen Spielzeit. Heute geht es dabei gegen den Vizemeister Thüringer HC und am Sonntag reist man zum Titelverteidiger nach Bietigheim. Schwerer geht es nicht, aber der Göppinger Trainer bleibt gelassen: „Letztlich ist egal, ob man gleich jetzt oder erst später gegen diese Mannschaften antritt.“ Allerdings wissen gerade die Grün-Weißen, was ein positiver Saisonauftakt positiv bedeuten kann.

In der vergangenen Spielzeit gelang den Göppingerinnen ein Traumstart, der das Team bis über den Jahreswechsel hinaus trug. Dieses Jahr scheinen 0:4 Punkte zu Beginn schier unvermeidbar und beim Gastspiel in Nellingen (23. September) und der Heimpremiere gegen Bensheim/Auerbach (15. Oktober) könnte man schon unter Zugzwang stehen. Für Knezevic ist das aber noch kein Thema. „Ich erwarte, dass meine Mädels heute den Kampf aufnehmen und dagegen halten. Natürlich hoffen wir auf eine Überraschung“, liegt der Fokus einzig auf der ersten Begegnung.

Im Thüringer HC wartet dabei ein Gegner, der vergangene Saison eine „neue“ Erfahrung machen musste, denn nach sechs Meisterschaften in Folge musste man im Frühsommer die Glückwünsche nach Bietigheim senden. Ein Zustand, der Herbert Müller wohl kaum schmecken kann. Mit sechs Neuzugängen bläst der Coach zum Angriff auf den schwäbischen Titelverteidiger. Besonders die Verpflichtungen der Nationalspielerinnen Saskia Lang, Anne Hubinger und Alexandra Mazzucco, die alle vom insolventen HC Leipzig nach Erfurt wechselten, bringen dabei weitere Alternativen ins Spiel des Thü­ringer HC.

International war dies bereits zu sehen, am Wochenende setzte man sich gegen Mecalia Atletico Guardes aus Spanien mit 31:21 und gegen den schwedischen Meister von H 65 Höörs mit 33:24 jeweils sehr deutlich durch und löste damit das Ticket für die Champions League. Für Knezevic war dies keine allzu große Überraschung. „Der THC geht viel stärker in die neue Saison und ist einer der Favoriten auf den Titel“, schätzt der Coach, der aber alles daran setzen wird, dass es heute vielleicht eine richtige Überraschung gibt.

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