Göppinger Rumpfteam schlägt sich bei Rekordmeister wacker

Frisch-Auf-Trainer Brack kassierte gestern mit seinem Team die erste Niederlage. Doch beim 23:28 in Kiel verkauften sich Sesum und Co. teuer.

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Göppinger Bauchlandung: Der Eindruck täuscht, denn der dezimierte Frisch-Auf-Kader (am Boden Kreisläufer Kresimir Kozina) verkaufte sich beim deutschen Rekordmeister THW Kiel teuer und verlor nur mit 23:28.  Foto: 

Eigentlich war gestern Abend (fast) alles wie immer, wenn die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen beim THW Kiel antreten. Nach der Schlusssirene mussten die Grün-Weißen den Nordeutschen artig zum Sieg gratulieren.

Die 23:28 (9:13)-Niederlage beim Rekordmeister stand jedoch unter besonderen Vorzeichen, denn Göppingen musste gleich auf vier verletzte Profis ver­zichten (Jens Schöngarth, Anton Halén, Marco Rentschler und ­Sebastian Heymann). Zudem ging Daniel Fontaine angeschlagen in die Partie und wurde von Trainer Rolf Brack erst in der zweiten Hälfte für kurze Zeit aufs Feld ­geschickt. Unter diesen ­Voraussetzungen verkaufte sich Frisch Auf gegen verunsicherte Kieler sehr teuer und konnte in der 13. Minute durch einen Treffer von Kreisläufer Kresimir Kozina sogar mit 6:5 in Führung gehen. Es sollte jedoch die einzige im ganzen Spiel sein. Bis zum 8:8 in der 24. Minute durch Linksaußen Marcel Schiller, mit 6/4 Toren gestern bester Werfer der Partie, hielt Göppingen das Spiel völlig offen und überstand auch eine doppelte Unterzahl ohne Gegentor. Doch mit Hilfe individueller Fehler der Gäste legten die Kieler eine 5:0-Serie hin und führten kurz vor der Pause mit 13:8. Kozina konnte bis zum Seitenwechsel noch auf 9:13 verkürzen.

In der zweiten Hälfte gelang es der diszipliniert auftretenden Göppinger Rumpftruppe, durch einen weiteren Kozina-Treffer den Rückstand auf ein Tor zu verkürzen (16:15/44.). Mehrere Zeitstrafen, unter anderem gegen Kreisläufer Jacob Bagersted, der zwei Mal zwei Minuten aufgebrummt bekam, brachten Frisch Auf aus dem Tritt, und die jetzt souveräner agierenden Kieler bauten ihren Vorsprung wieder aus. Am Ende lagen fünf Tore zwischen beiden Mannschaften.

Die zahlreichen Strafzeiten gegen seine Spieler – insgesamt verhängten die Berliner Schiedsrichter Nils Blümel und Jörg Loppaschewski neun Zwei-Minuten-Strafen gegen Frisch Auf und nur eine gegen die Gastgeber – ärgerten Trainer Brack. „Wir haben heute weitgehend in Unterzahl gespielt. Das war schon sehr seltsam. Aber unter diesen Umständen ist eine Niederlage mit fünf Toren absolut in Ordnung“, bilanzierte er.

Sein Kollege Alfred Gislason sprach von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft: „Wir haben nicht super gespielt, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung.“

THW Kiel: Landin, Wolff (ab 42.); Toft Hansen (1), Firnhaber, Weinhold (2), Dissinger, Wiencek (3), Ekberg (2/1), Zeitz, Frend-Ofors, Rahmel, Dahmke (3), Zarabec (3), Vujin (5/1), Bilyk (4), Nilsson (5).
Frisch Auf Göppingen: Rebmann, Prost (n.e.); Kneule (2), Ritterbach, Damgaard (2), Bagersted (2), Sesum (2), Fontaine, Urban (3), Schiller (6/4), Pfahl (1), Kozina (5).
SR: Blümel/Loppaschewski (Berlin).
Zeitstrafen:
2:18 Minuten.
Zuschauer:
10 285 (ausverkauft).

DHB-Pokal Kein gutes Los erwischten die Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen für das Achtelfinale: Am Wochenende 4./5. November müssen die Frisch-Auf-Frauen bei Bundesliga-Konkurrent HSG Bad Wildungen ­Vipers antreten. Die genaue Terminierung steht noch aus.

Achtelfinale Die Frisch-Auf-Männer müssen in der Runde der letzten 16 am Dienstag, 17. Oktober, um 20 Uhr bei Erstliga-Kontrahent HC Erlangen ran. Nur zwei Tage später steht das Bundesliga-Heimspiel gegen die HSG Wetzlar auf dem Programm. Anwurf ist um 19 Uhr (live auf Sky).

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